Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

boxer aggressiv

  Thüringen
kira-vom-weissen-tor schrieb am 29.05.2016   Thüringen
Angaben zum Hund: Boxer, Deutsch, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wie bekomme ich es hin das meine Boxerdame Kira nicht immer auf Hunde anspringt das heißt wenn wir an einem Hund vorbei laufen pöbelt sie. Is aber nicht bei jedem Hund! Sie hatte auch schon einen fremden Hund erwischt da beide von der Leine waren. Gegen diesen Hund sowie Frauchen hat sie von vorne herein schon Abneigungen da das Frauchen sie immer geärgert hatte. Trotz Hinweis ist sie immer auf sie zugegangen! Und dann wenn wir auf vereinzelte Menschen treffen sucht sie blickkontakt und manchmal knurrt sie und geht nach vorn! Je nach Sympathie. Sie kann aber auch voll lieb sein. Hundebekanntschaft anfangs nur mit Maulkorb paar Meter nebenher laufen dann von der Leine und wenn ich seh das meine ruhig ist dann Maulkorb ab und siehe da sie spielen.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 03.06.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, Sozialpartner für ihren Hund sind in erster Linie sie. Andere Hunde können sein, müssen aber nicht. Wenn sie wissen, dass sie so reagiert, lassen sie sie nicht zu anderen Hunden hin. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auf ein Gegenüber trifft, welcher ihr ernsthaften Schaden zufügt, da er sich das Benehmen ihres Hundes nicht bieten läßt.
    Vermeiden sie deshalb unnötige Hundekontakte. Für ihren Hund sind Hundebegegnungen mittlerweile richtiger Stress. Dies kann sich auch zu einer gepflegten Leinenaggression entwickeln. Wenn sie einige Hunde haben, mit denen sie sich versteht und es keinen Stress gibt, reicht dies für sie als Sozialkontakt.
    Versuchen sie sie bei Hundebegegnungen abzulenken und auf sich zu konzentrieren. Wenn es nicht klappt wäre es gut, wenn sie die Distanz erhöhen, damit sie sich besser auf sie konzentrieren kann. Nehmen sie ein besonderes Spielzeug/ Leckerli mit, welches für sie sehr interessant ist.
    Übernehmen sie unbedingt die Führung draussen und bestimmen, was, wann, wo und wie geschieht. Fordern sie sie und vielleicht finden sie eine Beschäftigung, die sie beide zusammen machen können ( Mobility o.ä.) Dies fördert die Bindung, fördert ihr Selbstvertrauen und stärkt ihre Position.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund wieder lernt, dass andere Hunde einfach da sein dürfen und sie diese zu akzeptieren hat, weil SIE es so wollen.
    Anfangs werden sie mit ihr kein großartiges Training machen können, sie soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Hunde okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf sie mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren. Später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde.
    Sie soll und muß nicht mit jedem Hunden spielen. Sozialpartner für ihren Hund sind sie. Sie soll aber lernen, dass sie ihnen vertrauen kann und andere Hunde auch ihren Weg kreuzen dürfen.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick
    zertifizierter Hundetrainer/Verhaltensberater IHK/BHV

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