Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Baby kommt

  Bremen
Jürgen_Stegemann schrieb am 28.10.2015   Bremen
Angaben zum Hund: Tibetterrier, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Unser Oscar reagiert aggressiv auf kleine Kinder wenn sie rangeln, laut schreien oder sich mit kurzen schnellen Bewegungen an ihm vorbei bewegen. Jetzt kommt Nachwuchs in die Familie und wir möchten wissen was man tun kann wenn unser Enkelkind zu Besuch kommt. Danke im voraus. Gruß Jürgen

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 29.10.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Herr Stegemann,

    auch wenn der Name Tibet-Terrier es nicht verrät, so sind diese Hunde Hütehunde. Hütehunde haben gerne Strukturen. Herumwuselnde Kinder entsprechen diesen Strukturen nicht. Hier hilft nur, klare Ansagen zu machen und gewünschtes Verhalten zu belohnen.

    Beginnen Sie doch einfach mal in der Nähe einer Grundschule oder eines Kindergartens zu trainieren. Beginnen Sie in einem Abstand, in dem der Hund die Kinder schon wahrnimmt, sich aber immer noch ansprechen lässt. Setzen Sie Ihren Hund ab und lassen Sie ihn das Treiben beobachten. Loben Sie ihn für das Ruhigbleiben und bieten Sie ihm als Belohnung ein Spiel an. Natürlich können Sie auch mit Leckerlis arbeiten, aber meiner Meinung nach kann Ihr Hund durch ein Spiel den aufgebauten Stress wieder besser verarbeiten.

    Verringern Sie dann nach und nach die Distanz. Immer nur um Hundeschnauzenlänge. :-)

    Wenn Ihr Enkelkind auf der Welt ist, bitten Sie die Eltern Ihnen doch den ein oder anderen Geruchsträger zu überlassen. Dies kann eine volle Windel sein, ein Strampler oder ein Spucktuch. Damit kann sich Ihr Hund schon einmal mit dem neuen Geruch auseinander setzen. Wenn das Enkelchen dann das erste mal zu Besuch kommt, darf der Hund ruhig mal an ihm schnuppern. Dies kann durchaus so gestaltet werden, dass keine Gefahr für das Baby besteht, denn er muss ja nicht unbedingt an Gesicht oder Händchen schnuppern. Vielleicht einfach mal am Kinderwagen oder an der Füßen, die vielleicht noch in einem Schlafsack eingepackt sind. Hunde haben eine gute Nase und können auch so Gerüche wahrnehmen.

    Achten Sie darauf, dass der Hund nicht vernachlässigt wird, wenn das Enkelchen kommt. Während sich einer von Ihnen dem Baby zuwendet, kann der Andere etwas Schönes mit dem Hund machen, ein Spiel oder eine kleine Futtersuche oder ähnliches. Sie können Ihrem Hund auch immer etwas Besonderes geben, wenn das Enkelchen zu Besuch kommt, dann verbindet der Hund den Besuch mit etwas positiven. Dieses Besondere bekommt er nur, wenn das Enkelchen da ist und auch nur so lange. Das kann ein Ochsenziemer sein oder ein gefüllter Kong oder ein Futterball.

    Trainieren Sie mit Ihrem Hund, dass er auf seine Decke geht und dort so lange verweilt, bis Sie die Erlaubnis geben wieder aufzustehen. Dies ist dann für die Krabbelphase wichtig. Falls Ihr Hund glauben sollte, er könnte die Bewegung des Kindes einschränken, muss er klar diese Aufgabe weggenommen bekommen. Dies können Sie dann mit dem Schicken auf die Decke tun. Auch wenn es ihm schwerfällt, aber gerade als Hütehund muss er auch einmal aushalten, wenn er "nur" beobachten darf.

    Für weitere Anregungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    www.wolf-inside.de

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