Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Aggressiv gegen über anderen Menschen

anja181275 schrieb am 21.03.2015
Angaben zum Hund: Hovawart/Collie, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

heute Morgen ist unser Hund auf einen Radfahrer los gegangen. Er kam aus dem nichts und Ehe ich es realisieren konnte riss der Hund sich los und attackierte den Radfahrer. Gut das er einen Maulkorb um hatte.
Das macht er auch tagsüber wenn wir spazieren gehen. In der Wohnung ist er der liebste Hund den man sich vorstellen kann und sobald wir draußen sind ist er um 180 Grad gedreht. Wir wissen im Moment nicht weiter.

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 21.03.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    warum hat er einen Maulkorb auf? Was ist passiert? Haben Sie schon als Welpe gehabt? Was ist ihm da passiert?
    Hart er das Vertrauen zu Ihnen verloren? Können Sie sich vorstellen, warum?
    Hunde machen nichts umsonst. Agressives Verhalten, Auffälligkeiten weisen immer darauf hin, dass dem Hund etwas fehlt. Das kann geistiges Training sein.
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, damit er seine Ruhe hat.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und Ihr Körper dazwischen - eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Hier finden Sie viele Informationen, um Ihren Hund sicherer zu machen. Zu Hause fühlt er sich sicher, da hat er kein auffälliges Verhalten nötig.
    Ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu hören,
    Inge Büttner-Vogt

  • anja181275
    anja181275
    schrieb am 21.03.2015

    Da wir ihn aus dem Tierheim im August geholt haben kennen wir seine Vorgeschichte leider nicht. Nur das er fast 8 Std alleine zu Hause war. Er zog ständig an der Leine das wir jetzt im Griff haben. Wir machen schon Spiele und Kopfarbeit mit ihm... Leckerchen verstecken Futter über den Futterbeutel ... Beim spazieren gehen gehen ich den Leuten schon aus dem Weg, mache einen Bogen um diese. Wenn er dann nicht gemuckst hat bekommt er ein leckerchen. Aber manchmal klappt das nicht.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 22.03.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    na, das klingt doch schon viel besser als die erste Mail. Natürlich ist es immer ein Riesenaufgabe, einen traumatisierten Hund "wieder ins Leben" zurückzuholen. Das bedeutet jahrelange Geduld, viele Rituale und Regeln, die ihm Sicherheit geben und an
    die sich alle halten.
    Arbeiten Sie weiter am Vertrauen, versuchen Sie, was Sie ja auch tun Rückschläge zu vermeiden. Achten Sie besonders darauf, dass bei ALLEN Ereignissen und Menschen IMMER Ihr Körper dazwischen ist, sonst geht es nicht. Der ständige Schutz, den Sie Ihrem Hund bieten, wird die schreckliche Zeit immer mehr in den Hintergrund drängen - es wird jeden Tag ein bisschen besser werden. Spielen Sie viel, lenken Sie um und ab. Kaufen Sie sich mein erstes Buch und lernen Sie von Shadow und mir,
    herzliche Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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