Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie bekomme ich den Beschützerinstinkt in den Griff???

  Bayern
christina schrieb am 08.02.2014   Bayern
Angaben zum Hund: Boxer Labrador Mischling, weiblich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

Hat erst klein angefangen habe sie auch immer auf andere Menschen und Tiee zu gelassen und jetzt ist es mittler Weilen so schlimm das ich keinen Besuch mehr empfange weil schon geschnappt wurde und das Gassi gehen wird auch zum Problem ob Mensch oder Hund alles wird angegangen

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Ihre Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(2)

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 12.02.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo Christina,
    werden Sie zum Rudelführer durch eine Hausordnung!

    Hausregeln

    Wer die für den Hund die wichtige Ressourcen verwaltet, wie erhöhte Positionen, Futter und soziale Aufmerksamkeit, ist der Rudelführer. Dieses zu verdeutlichen nachfolgend die Hausregeln. Außerhalb des Hauses bedeutet das natürlich auch den Hund zu führen und diesen zu beschützen. Diese Hausregeln einzuhalten bedeutet, dem Hund seine Position im „Rudel“ deutlich zu machen. Hier erarbeitet sich der Halter seine klare Führungsposition. Diese gibt dem Hund Sicherheit und Orientierung und vermeidet Verhaltenprobleme. Sind diese schon vorhanden, ist es sehr wichtig, alle Regeln unbedingt umzusetzen.

    1. Füttern Sie Ihren Hund niemals vom Tisch und geben Sie ihm bitte auch nichts von Ihren Zwischenmahlzeiten ab.

    2. Dem Hund kein Futter zur freien Verfügung stehen lassen. Wenn der Hund nicht auffrisst, nehmen Sie den Napf nach 2-3 Minuten wieder weg und füttern Sie ihn zur nächsten Mahlzeit wieder.

    3. Bevor der Hund seinen Napf bekommt, befolgt er erst ein Kommando, z.B. „Sitz“ und „Bleib“. Dann wird der Napf hingestellt. Wenn der Hund im „Bleib“ bleibt und den Halter kurz anschaut, wird das Kommando aufgelöst und der Hund darf zum Napf. Löst er das Kommando von sich aus auf, nehmen Sie den Napf wieder weg. Es dauert evtl. einige Zeit, ehe der Hund den Ablauf gelernt hat.

    4. Günstiger ist es, das Futter über Gehorsamkeitsübungen oder Suchspiele zu geben, hier darf man ruhig kreativ sein.

    5. Schaffen Sie Tabuzonen für Ihren Hund, sei es das Bad oder ein anderer Raum, in den er nicht hinein darf.

    6. Auf erhöhte Plätze wie Sofa oder Bett darf der Hund nur nach Ihrer Aufforderung und genauso bestimmen Sie auch, wann er wieder hinunter geht.

    7. Spielaufforderungen Ihres Hundes ignorieren Sie, findet er sich damit ab, rufen Sie ihn und spielen mit ihm. Suchen Sie sich ein Spielzeug, welches er nicht zur freien Verfügung hat und welches Sie nach dem Spiel wieder an sich nehmen. Spielen Sie nie so lange, bis der Hund keine Lust mehr hat und von sich aus aufhört. Wird der Hund im Spiel zu grob, brechen Sie das Spiel sofort ab und ignorieren den Hund.

    8. Sämtliche sozialen Aktionen gehen von Ihnen aus und werden auch von Ihnen beendet.
    Aufforderungen zum Spielen, Füttern und Streicheln ignorieren Sie.
    Verhält sich der Hund ruhig, können Sie ihn nach einigen Minuten rufen und die Aktion beginnen. Start und Ende wird immer vom Halter bestimmt, nicht vom Hund!

    9. Steigen Sie in der Wohnung nie über Ihren Hund, verlangen Sie von ihm, dass er Ihnen aus dem Weg geht.

    10. Liegeplätze sollten immer an „strategisch ungünstigen“ Stellen sein, also da wo der Hund nicht alles genau überschauen kann, z.B. im Flur wo er genau beobachten kann, wer ein – und ausgeht. Lieber einen Platz in einer Ecke wählen.

    11. Zwischen Kommando und Handlung dürfen nicht mehr als 2 Sekunden liegen. Also auch eine Aktion Loben oder Rügen immer innerhalb von 2 Sekunden, sonst kann der Hund keinen Zusammenhang mehr feststellen.

    12. Der Hund darf keine Körperteile vom Menschen in den Fang nehmen.

    13. Wenn Sie nach Hause kommen, bitte erst den Hund beachten und begrüßen wenn er wieder ruhig ist und keine Aufmerksamkeit einfordert.

    14. Der Mensch geht zuerst durch die Tür.

    15. Der Hund darf Besuch nicht als Erstes begrüßen.

    16. Der Hund darf uns nicht in der Bewegung einschränken, also nicht auf die Füße legen oder vor uns stellen

    17. Keine Rangel- oder Zerrspiele mit dem Hund

    18. Außerhalb des Hauses läuft der Hund auf dem Menschen orientiert also Leinenführig und im Freilauf mit Schleppleine
    Viel Erfolg!

  • christina
    christina
    schrieb am 21.02.2014

    Vielen Dank für die vielen Tipps, ich werde sie sofort umsetzen und hoffe auf baldige Besserung des Verhaltens meiner Hündin.

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deinem Problem?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Weitere Fragen zu diesem Thema:

der hund meiner eltern mag mich nicht

Hallo, ich hatte jahrelang hunde und möchte meinen, ich kenne mich... mehr

Hund beißt

Mein Hund war Straßenhund in Griechenland. Er wurde mit Schrot... mehr

Unsere Hündin will Menschen beißen?

Hallo! Unsere Milka, fast 3-jährige französische Bulldogge, seit... mehr

Aus heiterem Himmel schappt unser Hund nach uns und knurrt bittet böse

Unser 4 Jahre alter Deutschdrahthaar Rüde fing vor 2 Wochen an aus... mehr

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.