Wie Anbellen abtrainieren?

  
Laura1005 schrieb am 19.06.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Meine Malteser Hündin bellt alle Menschen und andere Hunde an.
Sie kommt aus einer Zucht, wo sie die ersten 9 Monate ihres Lebens nur im Haus und Garten war und sonst keine Reize kennengelernt hat.


Als sie zu uns kam, hatte sie Angst vor dem Gassigehen und hat sich geweigert, aber mittlerweile haben wir das geschafft und sie freut sich. Damals hatte sie immer an der Leine gezittert, jetzt bellt sie alles und jeden an. Wir sind schon in der Hundeschule und da wird eben gesagt man soll schon loben, wenn man jemanden kommen sieht und Leckerlis geben und das durchziehen bis die Person weg ist. Aber ich finde das im Alltag ziemlich anstrengend und es funktioniert nicht ganz so gut. Brauche einen Rat.

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Antworten(1)
  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 20.06.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Laura, danke für Ihre Nachricht. Ja, wenn der Hund alles anbellt ist es anstrengend. Sie scheint ja immer noch nicht sicher im Umgang mit Menschen zu sein, Bellen ist die beste Verteidigung, damit ihr keiner zu nahe kommt. Meistens hat sie ja auch Erfolg damit, sie bellt und die Leute gehen weiter. Sie müssen - wie schon in der Hundeschule gesagt -eingreifen, wenn sie einen Menschen sieht und ihr helfen ohne Bellen durch die Situation zu kommen. Gehen Sie so vor, wenn Ihr Hund einen Menschen wahrnimmt, sprechen Sie ihn an, gehen gleichzeitig 2 Schritte rückwärts, so daß Sie die Aufmerksamkeit auf sich lenken und geben ihm etwas Positives, z.B. Leberwurst-Tube. Bringen Sie ihn auf die zu dem Menschen gegensätzlichen Seite und gehen mit ihm zusammen an den Menschen vorbei. Wenn es sein muß leckend an der Leberwurst-Tube. Sie müssen vom TIMING extra sein, wenn sie schon bellt, bringt es nichts mehr, sondern sie braucht eine andere Verknüpfung. Mensch zu Hundebesitzerin wenden und Leberwurst bekommen. Dies sollten Sie zunächst bei jedem Menschen machen. Ein erster Schritt ist geschafft, wenn Ihr Hund einen Menschen wahrnimmt und zu Ihnen schaut. So, es kann einige Zeit dauern, es wird sich nicht von heute auf morgen verändern. Seien Sie aufmerksam und reagieren Sie umgehend. Bellt sie schon, gehen Sie kommentarlos mit ihr aus der Situation und vergrößern den Abstand und warten Sie bis er ruhig ist, dann können Sie sie loben.
    Es ist im Alltag anstrengend ja, da haben Sie recht - gehen Sie zunächst erst einmal dort spazieren, wo nicht so viele Menschen sind. Wenn es nicht ganz so gut funktioniert, ist Ihr Timing nicht auf den Punkt, sie sind zu langsam. Üben, üben, üben!

    Viel Erfolg und viele Grüße

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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