Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Unsicherheit/Kontrolle oder Aggression?

  
mari_prado schrieb am 30.03.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo! Ich habe einen 13 Monat alten Australian Sheperd.
Unser Problem ist das er sobald wir Gassi gehen immer andere Hunde anbellen muss. Er geht sehr sicher neben mir an der Leine aber sobald ein Hund uns entgegenkommt muss er dahin. Wenn der Hund vor ihm ist ist das meinstens kein Problem. Mittlerweile (ich denke das könnte an der Pubertät liegen) knurrt er andere Hunde an und wenn Menschen sich mir nähern lässt er meist auch einen Beller raus..
Ich vermute das sein Problem ist, das er wenig Hundekontakt hatte zu Beginn seiner Erziehung oder weil er bereits 3-4x angegriffen wurde (nichts schlimmes passiert). Ich besuche seit 1,5 Monate einen Hundeschule wo er sozusagen eine Spielstunde mit anderen Hunden hat und das funktioniert sehr gut. Er ist ziemlich unsicher in seiner Art gegenüber anderen sobald die Leine weg ist aber er bellt und knurrt zumindest nicht. Aber trotz dem Hundekontakt in der Hundeschule bellt er andere Hunde beim Gassi gehen an.. könnte das an der Leine liegen?? Ich bin mir leider auch nicht mehr ganz sicher wie ich das abtrainieren soll. Vielleicht kann mir jemand hier ein paar Tipps geben.
Vielen Dank im Voraus!

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 30.03.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    aus der Entfernung kann man so etwas immer schlecht beurteilen. Meist, wenn ein Hund bei Hundebegegnungen so reagiert, liegt es, wie Sie richtig erkannt haben, an der Leine, oder besser gesagt, an der Leinenführung. Beobachten Sie sich mal selbst in solchen Situationen. Nehmen Sie, wenn ein Hund entgegen kommt, gleich die Leine kürzer , werden langsamer, fangen vielleicht sogar an, den Hund zu beruhigen, schimpfen, sagen "Aus", "Nein"? Wenn dem so ist, bedeutet das für den Hund, dass auch Sie aufgeregt sind wegen dem fremden Hund. Was Sie sagen, versteht er nicht, er merkt nur Ihre Reaktion. Deshalb ist es immer besser, locker (Arm locker, Leine locker)und kommentarlos an anderen Hunden vorbei zu gehen. Sobald Sie auch nur den Arm anspannen, spannt sich die Leine und als Resultat auch der Hund.
    Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, in der Hundeschule sowas zu üben. Wenn das nicht sowieso schon trainiert wird, würde ich mal nachfragen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • mari_prado
    mari_prado
    schrieb am 05.04.2019

    Guten Tag Frau Mayer,
    Ich antworte ihnen jetzt erst da ich mit ihren Ansätzen versucht habe mit meinem Hund Gassi zu gehen. Sie hatten Recht es ist bei mir tatsächlich so das ich die Leine kürzer nehme sobald ich einen Hund sehe und das habe ich versucht zu verbessern. Leider ist es sehr schwer die Leine Locker zu lassen wenn mein Hund sobald er ein anderen Hund sieht sofort dahin stürmen möchte. Ich möchte den anderen Hundebesitzern auch keine Angst einjagen mit einem ziehenden,bellenden Hund. Deshalb halte ich dann meist nachdem er dann hin will die Leine kurz.. denken Sie ein Leinenführigkeitstraining wäre bei ihm am besten? LG

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 05.04.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    solche Sachen übt man am besten in Ruhe, nie im "Ernstfall". Sie schreiben ja, dass er ansonsten sehr gut an der Leine geht. Deswegen ist ein Leinenführigkeitstraining ohne andere Hunde nicht sehr sinnvoll. Wenn Sie die Möglichkeit hätten, mit anderen Hundehaltern und deren Hunden zu trainieren, wäre super.
    Wenn Ihnen ein Hund entgegen kommt, drehen Sie doch einfach um, gehen die andere Richtung, bis er sich beruhigt hat. Reden Sie nicht mit ihm, beachten ihn auch nicht weiter, drehen ihm den Rücken zu. Dadurch zeigen Sie ihm, dass es Sie nicht interessiert, was er da hinter Ihnen tut. Das hilft oft schon weiter. Oder Sie gehen, wenn Platz ist, etwas vom Weg z. B. in den Wald, lassen ihn sitzen bis der andere Hund vorbei ist. Dabei können Sie die Leine locker lassen, stellen Sie sich hinter ihn, damit Sie ihn im Fall, dass er nach vorne geht, sofort haben. Auch hier nicht reden, beruhigen oder sonst was.
    Aber all das geht am besten zu trainieren, wenn man es regelmäßig mit anderen Hundehaltern übt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    ww.lesloups.de

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