Was tun, wenn Hündin Aggressionen gegenüber Männern zeigt?

  
Luna2021 schrieb am 25.11.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
Ich, wir haben ein Problem. Wir haben einen kleinen Mischling aus Rumänien mit 3 Monaten aus dem Tierschutz zu uns geholt. Jetzt ist sie 10 Monate mittlerweile. Eigentlich ist sie eine sehr liebe, einfühlsame, temperamentvolle, offene Hündin. Sie hört, läuft auch frei bleibt 2 bis 3 Std alleine, verträgt sich mit anderen Hunden. Sie war schon läufig sie hatte schon einen Angriff von einem Schäferhund und wurde von nem Jogger getreten weil sie so halb im Weg stand.


Seit ca. 2 Wochen bellt sie mehr vor allem bei Männern in dunkeln Mützen, Bekleidung oder mit Bart. Heute waren wir zum Essen eingeladen sie hat nach ner Zeit nur gebellt geknurrt und bei Männern im Restaurant sehr auffällig fast aggressiv kam es rüber. So kenne ich sie gar nicht, war ehrlich gesagt in dem Moment echt selbst angespannt und überfordert. Sonst habe ich sie im Griff aber ich weiß nicht so Recht warum sie so reagiert. Haben Sie Tipps für mich und können Sie mir weiterhelfen? BITTE und DANKE lg Patricia

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 26.11.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    Hunde aus dem Tierschutz haben sehr oft ein Problem mit Männern. Auch das "Profilbild" passt. Vielleicht hat die Mutterhündin schon Angst gezeigt und hat es an alle Welpen weitergeben. Nehmen Sie ihn deshalb in der Öffentlichkeit immer an die Leine und HINTER !!!! Ihre Füße. Setzen Sie sich in eine Ecke und schützen Sie den Hund mit dem Knie, wenn Sie zu zweit sind geht es noch besser: Knie an Knie, Decke dahinter, Kauknochen - Stress plus Fressen geht nicht...
    Zum Jogger und zum Schäferhund:
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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