Was tun, wenn alter Hund nach Baby schnappt?

  
A.B schrieb am 14.07.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unser Aussi ist 14 Jahre, unser Enkel- bei uns im Haushalt lebend- 12 Monate. Auch wenn der Enkel ruhig in seiner Ecke spielt, läuft der Hund ständig um das Baby im Kreis wie ein aufgekratztes Huhn und versucht auch nach dem Baby zu schnappen. Das Baby freut sich bislang noch über den Hund. Der Hund, altersbedingt sonst bald nur noch am schlafen und ganz ruhig, bellt dann auch. Um der Sicherheit des Babys wegen, sperren wir den Hund in den Flur aus, weshalb er natürlich noch eifersüchtiger wird. Verständlich, war er doch jahrelang immer unter seiner Familie und muss nun von außen zuschauen. Durch das sehr hohe Alter des Hundes ist es schwierig ihm so ein für uns neues Verhalten abzugewöhnen. Was tun, damit wir wieder ein friedliches Familienleben haben?

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Deine Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.07.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    Sie holen sich die Katastrophe ins Haus, wenn Sie Ihren Hütehund aussperren, das hat er nicht verdient, er ist länger bei IHnen. DAs Baby spielt am Boden, das ist sehr gefährlich. Bauen Sie einen Laufstall, den der Hund nicht überwinden kann. GEben Sie ihm den Auftrag, Platz und Bleib und auf das Baby aufzupassen, belohnen Sie ihn dafür! Geben Sie ihm einen Keks und DANN erst dem Baby, um Eifersucht zu vermeiden.
    Lassen Sie die beiden auch nicht eine Sekunde allein, weil Ihr Hütehund sonst sofort wieder hütet, dafür wurde er gezüchtet, das ist sein Beruf.
    Machen Sie es zu seinem Beruf, auf das Baby aufzupassen, ohne es zu berühren oder zu schnappen, wie er es mit Schafen machen würde.
    Wenn das Baby sich am Laufstall hochziehen kann, soll es Leckerchen werfen (oder Sie) - das Baby ist immer das Gute und Sie sind absolut wachsam. Aber sperren Sie Ihren Hund auf keinen Fall aus, das ist Tierquälerei.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • A.B
    A.B
    schrieb am 15.07.2021

    Vielen Dank fuer Ihre prompte Antwort.
    Wir haben auch das Problem, dass mein Enkel sich dem Hund naehert und der Hund dann knurrt. Wir lassen die zwei nicht allein. Sind grundsaetzlich dazwischen. Einen Laufstall haben wir nicht. Das Baby Sitzt im Hochstuhl beim Essen ,der Hund umkreist ihn dann. Wir hatten es auch schon, dass das Baby sich aus dem Sitz herunterbeugt und den Hund an dem Fell zieht. Klar ist das Baby sich dessen noch nicht bewusst. Haben Sie einen Tip , wie unser Aussi das Baby huetet, aber mit einem generellen Sicherheitsabstand ,also das Baby sich nicht auf wenige cm naehert? Und wir haben ein Tuergitter, wo die beiden sich gegenueber stehen. Das Baby greift durch das Gitter und versucht den direkt vor ihm stehenden Aussi am Fell zu ziehen. Der Hund bellt zudem, wenn das Gitter davor ist. Das Gitter entspricht ja quasi Ihrem Laufstall.
    Ansonsten klingt Ihre Antwort richtig und logisch und es ist uns bewusst einen Huetehund zu haben, dessen Naturell jetzt wieder richtig gefordert wird ( bis letztes Jahr huetete er unseren riesigen Garten und war bei allen Spaziergaengen und Wanderungen unser Huetehund. )Jetzt schafft er es leider nicht mehr, liegt nur schlafend da. Auch der Gassigang faellt dadurch sehr kurz aus, da dem Aussi manchmal die Vorderpfoten einknicken ( Tierarzt meinte, kommt durch hohes Alter). Durch den Enkel lassen ihn die schmerzenden Knochen vergessen und er ist in dem Moment wieder top fit, danach folgt sofort wieder Schlaf. Ball spielen etc mag er nicht mehr. Also all die Ball und Zerrspiele die er jahrelang gerne tat. Auch mag er kein Futter mehr suchen, den frueher habe ich immer einige Stuecke im Garten versteckt, damit er durch das Suchen sein Futter erarbeiten muss.
    Was raten Sie? Vielen Dank im voraus fuer Ihre Rueckmeldung.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 16.07.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Guten Abend,
    wenn ich das lese, sträubt sich mein Fell... Es wird bald passieren, dass der Hund VÖLLIG ZU RECHT Ihren Enkel in die Hand beißt. Sie sollten sich dessen aber bewußt sein, SIE müssen beide beschützen - voreinander und besonders den Hund vor dem Baby! Es düfte kein Problem sein, den Laufstall so zu sichern, dass dass Kind NICHT durchfassen kann!!! ES gibt weichen Hasendraht. Auch kann ein Kind in dem Alter ein strenges NEIN verstehen. Schaffen Sie eine Sicherheitszone, vielleicht mit Böcken mit Decken drüber aus dem Baumarkt - keiner kann zueinander! Der Hund hört PLATZ UND BLEIB, pass schön auf, das Baby bekommt ein scharfes NeIN - ich wette, dass der Hund es schneller versteht und macht als das Kind. Üben Sie es. sonst gehen Sie auf eine Katastrophe zu. Der Hund macht, was Hunde tun: Respektlose Welpen mit Schnappen zur Ordnung rufen - aber er hat völlig recht damit, wenn es Ihnen nicht gelingt, das Haareziehen zu unterbinden - bitte handeln Sie schnell und beestrafen Sie bitte in keinem Fall den Hund sondern sich selbst!!!!!
    Ich wünsche Ihnen viel ERfolg!
    Inge Büttner-Vogt

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deiner Erziehungsfrage?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Was tun, wenn Hund grundlos beißt?

Hallo,
wir haben einen 1 jährigen Schäferhund. Sobald

... mehr

Was tun, wenn Tierschutzhund aggressiv gegenüber Sohn ist?

Wir haben seit 4 Wochen einen Rüden aus Rumänien, der dort aus

... mehr

Was tun, wenn Hund mir gegenüber aggressiv ist, während sein Frauchen anwesend ist?

Hallo,
wir haben einen 5 Jahre alten Mini Maltheser. Ist er

... mehr

Mein Welpe bellt und knurrt meinen Mann an, was kann ich tun?

Guten Tag,
seit knapp einer Woche haben wir unseren 5 Monate

... mehr