Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund beisst Besucher

  Sachsen
Crazydog schrieb am 19.11.2015   Sachsen
Angaben zum Hund: Dogge-Boxer-Pointer-Mix, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Hund is leider recht unsicher und wandelt dies leider gern in Aggression um.
Nun hat er leider eine Bekannte gebissen, welche mich anzeigte. Leider hat er auch nicht zum 1.X gebissen. Und er hasst alles an dem ein langer Stiel ist. Ich weiß nicht mehr was ich noch tun soll und bi192.168.0.16n verzweifelt. Abgegeben oder ihn aufgeben kommt nicht in Frage. Bitte helfen Sie mir.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 20.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo hier ist das Kind leider schon in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen. Sie können jetzt nur noch Schadensbegrenzung betreiben und vorbeugende Maßnahmen treffen.
    Wenn sich die Bekannte in ärztliche Behandlung begeben hat, wird die Verletzungsursache (Hundebiss) dokumentiert. Damit ist der Fall aktenkundig unabhängig von einer Anzeige..
    Dies wird den zuständigen Behörden mitgeteilt. Sie werden Besuch/Post von einer Behörde bekommen. Dann können sie den Fall aus ihrer Sicht schildern.
    Z.B ist die Bekannte dem Hund unaufgefordert zu nahe gekomen und er hat sich erschrocken. Hat der Hund generell ein gesundheitliches Problem (Schilddrüsenerkrankung) was sein Verhalten beeinflußt.
    Günstig wäre es, wenn sie derweil z.B. Maßnahmen getroffen haben um in Zukunft solchen Zwischenfällen vorzubeugen und dies den Behördenmitarbeitern zeigen können. Ein Beispiel wäre der Hund befindet sich angeleint auf seinem Liegeplatz im Zimmer, wenn Besuch da ist oder er ist in einem anderen Zimmer, so dass er keine Möglichkeit hat unkontrolliert zum Besuch zu gelangen.
    Üben sie Besucher zu empfangen. Agieren sie bei Menschenbegegnungen und reagieren sie bitte nicht erst, wenn ihr Hund aktiv geworden ist. Auch Hunde haben ihre speziellen "Feindbilder" mit denen sie nie gut Freund werden. Ihr Hund muß aber lernen, dass die trotzdem da sein dürfen, auch wenn es ihm nicht passt. Weil SIE es so wollen. Achten sie auf ausreichende Distanz zu den anderen. Er ist zu dicht dran, wenn er schon zwicken kann. Günstig ist es, wenn sie eine Schleppleine benutzen. Damit können sie auch auf Distanz auf den Hund einwirken und ihn kontrollieren.
    Üben sie die Begegnung mit anderen Menschen. Wenn sie nun andere Menschen treffen, versuchen sie ihren Hund mit einem Spiel/besonders gutem Leckerli abzulenken.
    Belohnen sie den Hund nur, wenn er sich korrekt benimmt. Dies kann Leckerchen/Spiel oder einfach nur viele Streicheleinheiten sein, je nachdem was ihm am besten gefällt.
    Verfällt er in sein altes Verhalten, hat er Pech und sie erhöhen beim nächsten Treffen die Distanz .Orientiert er sich an ihnen, können sie schrittwiese die Distanz verringern.
    Für ihren Hund soll es ein Ritual werden. Er soll lernen: andere menschen sind okay, ich brauche nicht zu bellen/zwicken, sondern bekomme immer etwas tolles, wenn ich sie ignoriere und statt dessen Frauchen anschaue.
    Vorteilhaft ist auch, wenn sie einen Hundeführerschein /Begleithundeprüfung vorweisen können. Suchen sie unbedingt eine Hundeschule auf, in der sie an dem Verhalten arbeiten. Hier empfehle ich ihnen einen Hundeschule mit Trainern die die Zusatzausbildung zum Verhaltenberater haben, da diese die Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden haben. Adressen finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter: http://www.hundeschulen.de/

    Es liegt im Ermessen der Behörde Auflagen zu erteilen. Dies entscheiden die Mitarbeiter vor Ort. Hier hängt wirklich viel davon ab, wie sie und der Hund sich während des Besuches präsentieren, wie hundefreundlich und hundeerfahren der Mitarbeiter ist.
    Sollte ein Wesenstest gefordert werden, hängt es von ihrem Wohnort ab, welche Anforderungen gestellt werden.
    Au dieser Seite finden sie als Beispile die Testbedingungen des Landes Thüringen.
    http://www.landestieraerztekammer-thueringen.de/index.php/kammer-und-struktur/kammerversammlung/cat_view/54-tiergefahrengesetz

    Rechtlichen Beistand finden sie z.B. bei auf hundeangelegenheiten spezialisierten Anwälten. Adressen finden sie z.B. hier: http://www.anwalt.de/rechtsanwalt/hunderecht.php

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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