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Aggressives Verhalten beim Tierarzt

  
nicole-schroeder schrieb am 02.08.2012   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Mein Hund Max (11 Monate Bordercollie-Sennenhundmix) hat tierische Angst vor dem Tierarztbersuch. Solange wir im Wartezimmer warten ist noch alles ok sobald wir im Behandlungszimmer sind merkt man das bei ihm die Anspannung steigt, kommt die Tierärztin dann rein geht er in Deckung. Alles Zureden und beruhigen hilft dann nicht.

Da der Tierarzt ihn ja nun zwangsläufig untersuchen muss habe ich keine andere Wahl als seinen Kopf festzuhalten was ihm natürlich überhaupt nicht gefällt. Er fängt an zu knurren sobald sie in seine Nähe kommt. Ich halte ihm zwar die Schnauze mit dem Schnauzengriff zu und habe ihm im Nacken gepackt aber da er nun mal ein großer Hund ist und tierische Kraft hat und dazu auch noch wendig ist wie eine Katze gestaltet sich das ganze immer höchst schwierig. Bisher hatten wir glück und er war noch nie ernsthaft krank aber jeder weitere Arztbesuch gestaltet sich immer schwerer. Was kann man in einem solchen Fall tun?

In normalen Situationen ist er Menschen und Tieren sehr freundlich zugewandt nur beim Tierarzt vergißt er alles was er bisher gelernt hat.

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Antworten(1)

  • Gabizerull
    Gabizerull
    schrieb am 03.08.2012

    Hallo Nicole,


    beim Tierarzt gibt es viele Gerüche, die einen sind unangenehm(Desinfektionsmittel etc.), die anderen erzählen von den Ängsten der anderen Hunde und die eigene Untersuchung ist vielleicht auch nicht gerade immer positiv verlaufen.


    Gehen sie jeden Tag in die Tierarztpraxis, setzen sich 5 Minuten hin und gehen dann einfach wieder. Reden sie nicht mit ihren Hund, das könnte seine Ängste verstärken, weil er denkt das sie auch ganz aufgeregt sind. Wenn sie merken das ihr Hund ruhiger wird, sprechen sie mit ihrer Tierärztin ab, wann es günstig ist, das sie einfach mal in ein Behandlungszimmer rein gehen, und dort 2-3 Minuten bleiben und dann einfach wieder gehen. Merken sie das ihr Hund ruhiger wird, setzen sie ihn auch mal auf den Behandlungstisch- nichts passiert- sie gehen wieder raus.


    Die nächste Steigerung ist im Behandlungszimmer auf dem Boden und die Tierärztin/´Tierarzthelferin geht einfach mal durchs Zimmer- später das gleiche auf dem Behandlungstisch.


    Die Tierärztin kann ihrem Hund auch Leckerli zuwerfen und sich dadurch positiv hervor heben (nimmt er sie nicht, wissen sie das ihr Hund noch mega aufgeregt ist).


    Sollten sie in der Zwischenzeit ihre Tierärztin wirklich brauchen, verwenden sie einen Maulkorb, damit es zu keiner Beißverletzung kommt, ihr Hund durch den Schnauzengriff aber nicht das Vertrauen in sie verliert.


    Auf einen erregten Hund mit lieber Stimme einzureden, verunsichert ihn mehr, als das Verhalten zu loben, was sie möchten- nämlich wenn er ruhig ist. Nicht jeder Hund findet Streicheleinheiten in dieser Situation beruhigend- gucken sie wie sich ihr Hund verhält und verhalten sie sich ansonsten vollkommen entspannt, im Sinne: Tierarzt ist nichts besonderes- damit sie ihrem Hund Ruhe vermitteln.


    Es ist ein aufwendiges Training, aber sie zeigen ihren Hund damit, das sie sein Problem verstanden haben und er wieder Vertrauen fassen kann.


    Mit wuffigen Grüßen Gabi

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