greift andere Hunde an

Aggressivität ❯ Gegenüber anderen Hunden
Britta schrieb am 24.06.2018
Hallo,
wir haben uns eine Neufundländer-Hündin, 6 Jahre alt, kastriert, vor ca. 3 Monaten aus dem Tierheim geholt. Wir sind mindestens Besitzer Nummer 7+.
Sie bellt wenn jemand an der Haustür klingelt, ist aber lieb wenn der Besuch eintritt.
Der Hund ist lieb mit allen Menschen, egal ob groß oder klein. Sie interessiert sich nicht für Radfahrer etc. Sie kann alle Grundkommandos, geht gut an der Leine, ohne zu ziehen, kann apportieren und hört auch recht gut. Sie gibt Pfötchen und nimmt Leckerlies die man ihr auf oder zwischen die Pfoten legt erst nach Aufforderung. Allerdings steht sie (Neufundländer untypisch) nicht so auf Fressen.
Sie verträgt sich auch mit den Nachbarhunden (Westie, Dogge, Border Collie, Franz. Bulldogge, Berner- Sennenhund). Sie hat alle Hunde ohne Leine kennen gelernt. Kennt sie die Hunde ist es mit und ohne Leine KEIN Problem.
Bei fremden Hunden macht sie allerdings einen riesen Aufstand, bellt, steigt und ist aggressiv, windet sich manchmal sogar aus dem Halsband und greift die Hunde an. Besonders schlimm ist es, wenn diese Hunde vor ihr anfangen zu bellen, selbst dieses Verhalten zeigen und sie angreifen wollen. Das wird dann auch nach mehreren Begegnungen nicht besser.
Wir haben an dem Problem gearbeitet und hatten das Gefühl, dass es etwas besser geworden ist, aber da wurde sie wieder von einem anderen Hund provoziert und alles war wieder vergessen…..
Sie hat jetzt einen Hund angegriffen und verletzt und wir möchten sie eigentlich weder abgeben noch einschläfern lassen.
Wir können den Hund halten, aber werden wir überrascht, weil wir es nicht bemerken wenn sich ein anderer Hund nähert, ist es sehr anstrengend.
Sie zeigt dieses Verhalten aber nicht bei allen Hunden, haben aber noch nicht herausgefunden wonach sie auswählt.
Wir waren sofort mit dem Problem in der Hundeschule, als wir den Hund neu hatten und das Problem aufgetreten ist. Hundeschule kennt sie anscheinend denn dort hat sie sich entsprechend benommen, sobald sie diese als solche erkannt hat. Der Hundetrainer hat uns gesagt, es liegt an unserer negativen Einstellung und an unserer Angst die sich auf den Hund überträgt und ihn dann ausrasten lässt.
Wir vermuten, dass sie wegen dieses Verhaltens immer wieder abgegeben wurde.
Für einen Neufundländer zeigt sie ein ungewöhnliches Verhalten, unsere vorherigen Hunde (alles Neufundländer und teilweise auch erst mit 6 Jahren zu uns gekommen zeigten dieses Verhalten nie).
Ein anderer Hundetrainer hat uns gesagt, man kann da nichts machen, es wird nicht besser werden und man müsste damit leben. Wir möchten uns damit nicht abfinden denn sie ist so ein lieber Hund wenn wir mit ihr alleine (ohne fremde Hunde) sind.
Auch im Auto tobt sie wenn wir an anderen Hunden vorbei kommen, das Verhalten wird allerdings besser, zzt. schnauft sie noch aufgeregt. Sehen wir den Hund zuerst sagen wir "nein!" oder "aus!" und loben den Hund wenn sie die anderen Hunde ignoriert oder nur wenig beachtet.
Was können wir tun, da das Verhalten so nicht akzeptabel ist.
Vielen Dank

1 Antwort
Birgit Wolf | Hundetrainer/in
schrieb am 25.06.2018
Hallo,
Zu allererst würde ich den Hund an einen Maulkorb gewöhnen, dann sind Sie wesentlich entspannter und dadurch ist ein erfolgreicheres Training möglich. Wie Sie bereits erwähnten, reagiert der Hund nicht, wenn Sie den "Reiz" frühzeitig wahrnehmen.
Achten Sie verstärkt auf die Körpersprache ihres Hundes: sobald die Ohren nach vorn gedreht werden, sollten Sie bereits korrigieren, auch, wenn Sie noch gar nicht sehen, um was es geht.
Suchen Sie sich einen Trainer, der Sie in den Feinheiten der Körpersprache des Hundes schult und Sie im Training begleitet.
Alles Gute!
Birgit Wolf
Www.hundehalterschule-wolf.jimdo.com
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