Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Beißerei untereinander

  Sachsen-Anhalt
SpikeMayaManny schrieb am 16.04.2016   Sachsen-Anhalt
Angaben zum Hund: Französische Bulldogge, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo, haben drei Französische Bulldoggen ( Mutter 3, Vater 5 und Sohn 1,5 Jahre).
Seit gut einer Woche kommt es zwischen Sohn und Vater vermehrt zu beissereien,der Vater ist bereits kastriert. Nun zu meiner Frage, legt sich dieses anstrengende Problem, wenn ich Mutter und Sohn ebenfalls kastrieren lasse? Ich möchte sie nicht ständig der Gefahr aussetzen sich selbst zu verletzen oder gar immer zu hauen....es geht mir sehr Nah und hab ständig Angst dass es zu etwas schlimmeren führt. Haben Sie einen Tip für mich wie ich mich verhalten kann? LG Jenny

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 19.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Jenny,

    war die Mutter gerade läufig? Haben sich die beiden Hunde, während der Beißerei verletzt oder war es eher ein "Showkampf"? Eine Kastration ist nur bei ca. 30 - 60 % aller Fälle bei Aggression gegenüber anderen Rüden wirkungsvoll.

    Bei Rangordnungsproblemen gegenüber Familienmitgliedern ist eine Kastration in den seltensten Fällen vorteilhaft. Streuen wird bei 90 % der Fälle durch eine Kastration behoben und bei Hypersexualität. So, das erst einmal in Kürze zum Thema Kastration.

    In einem Rudel (=Familie) muss immer der Schwächere kastriert werden. Ich würde zunächst die chemische Kastration empfehlen, um zu sehen, ob sich das Verhalten verändert. Neben der Kastration muss immer eine Verhaltensveränderung des Besitzers stattfinden.

    Da der Sohn jetzt auch erwachsen geworden ist, wird er testen wie weit er gehen kann und wahrscheinlich versuchen in eine höhere Position zu gelangen.

    In der Familie ist darauf zu achten, daß bei gleichgeschlechtlichen Kämpfen immer der stärkere unterstützt werden, damit die Rangordnung gefestigt bleibt und Ruhe im Rudel herrscht. Er muss bei Auseinandersetzungen gelobt werden, das schwächere Tier getadelt, weil es die Rangordnung untergräbt. Der stärkere muss auch zuerst gefüttert, gestreichelt, begrüßt etc. werden.

    Es ist aus menschlicher Sicht schwer, so zu handeln - aber leider notwendig, damit das zu Hause klappt. Sofern man den Unterlegenen bemitleidet und vorzieht, wird der Ranghöhere beim nächsten Mal kräftiger zulangen, um seine Position klar zu vertreten.

    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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