Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Bindung stärken

Thema: Allgemeines
  Baden-Württemberg
Sein_Mädchen schrieb am 19.04.2017   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Rehpinscher, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo.

Ich habe einen 8 Monate alten Rehpinscher Rüden.

Mit welchem Training kann ich die Bindung, Vertrauen und Gehorsamkeit von meinem Zwerg zu mir verstärken.

Ich habe schon einiges Versucht wie Blickkontakt und danach loben, viel kuscheln, usw.
Aber er sieht mich auch irgendwie nicht als Leittier bzw hat mich als Chefin (noch) nicht akzeptiert und das möchte ich mit Training verstärken aber welches hilft ?
Er macht auch viel was er will. Dominanter Rüde.
Mit den Grundkommandos wie Sitz und Platz was er eigentlich kann macht er auch nur nach Lust und Laune bzw. wenn er bock drauf hat, aber wenn man mit Leckerlie in der Hand vor ihm steht klappt es sofort.
Auch wenn ich ihn auf den Platz schicken will und etwas strenger auf ihn einrede wenn er zB in die Wohnung gemacht hat, schnappt er bzw zeigt die Zähne und will beissen.

Eine Hundeschule kann ich mir momentan nicht leisten aber gibt es vielleicht außer Bachblüten und Adaptil - was nicht half - irgendwas was ich geben kann zB das Relaxan o.a. ?
Da er auch Ängste hat vor allem große Trennungsängste und sehr unruhig ist und nicht wirklich zur Ruhe kommt etc.
Auch läuft er immer die gleiche Strecke in der Wohnung vor allem Abends wenn mein Freund und ich im Bett liegen und dann schaut er immer ob wir da sind und das die ganze Nacht.
Er ist meiner Meinung nach sehr aufgewühlt und irgendwas quält ihn.

Wir vermuten zudem das er von den Vorbesitzern schlechte erfahrungen gesammelt hat bzw schlecht behandelt wurde.

Kann das denn alles auch psychisch sein mit Verhalten etc. wie ich es in meinem Text so alles erwähne oder ist das ein ganz normales Junghundverhalten.

Mit dem Tierarzt haben wir uns schon in Verbindung gesetzt aber dieser konnte mir nicht wirklich weiter helfen.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 20.04.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    so, wie Sie mir das Verhalten des Kleinen schildern, ist er kein "dominanter" Rüde, sondern er wurde in die dominante Rolle gedrängt. Das passiert oft mit kleinen, niedlichen Hunden, bei denen es den Menschen schwerfällt, Grenzen zu setzen. Die Hunde sind mit dieser Rolle vollkommen überfordert, reagieren mit Angst und auch, wie im Fall Ihres Hundes, mit immer mehr Unruhe. Sie kommen nicht zur Ruhe, weil die Verantwortung ganz einfach zu groß ist. Fangen deshalb SIE an, die Verantwortung zu übernehmen. Wichtig ist dabei vor allem, dass SIE agieren, Ihr Hund reagiert. Das sieht z. B. so aus: Ihr Hund will gestreichelt werden, schubst Sie an und Sie reagieren sofort und streicheln ihn. Dadurch hat er Sie trainiert statt umgekehrt. Besser ist es, JEDE Forderung Ihres Hundes zu ignorieren. Sie können Ihren Hund so oft streicheln, so oft mit ihm spielen, wie Sie wollen, aber eben, wie SIE wollen. Dadurch merkt Ihr Hund, Sie bestimmen und haben dadurch alles im Griff. Sie sollten dabei nie streng sein, immer freundlich und souverän. Setzen Sie aber trotzdem durch, was Sie wollen, geben Sie nie auf, wenn Sie ein Kommando gegeben haben.
    Dann Sind Sie der Rudelführer, Ihr Hund wird zu Ihnen aufsehen und er kann Ihnen vertrauen.
    Wenn Sie mit Leckerli in der Hand vor ihm stehen und ein Kommando geben, sind Sie für den Hund ein Futterautomat, kein Rudelführer. Würden Sie Ihrem Kaffeeautomaten gehorchen? ;-)
    Besser ist es hier, das Leckerchen erst rauszunehmen und zu geben, wenn er das Kommando ausgeführt hat. Dann ist es eine echte Belohnung und keine Bestechung oder ein Lockmittel.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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