Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

alien sein

Thema: Allgemeines
vana1988 schrieb am 19.04.2015
Angaben zum Hund: Dogge, Deutsche, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Ich habe folgendes Problem habe eine deutsche dogge 2 oder schon 3 Jahre alt habe sie nicht von Anfang an und kann sie nicht allein lassen die bellt ununterbrochen oder zerkratzt Türen ist aber ein anderer Hund dabei der elter ist wie sie ist sie still.

Dann habe ich noch ein Problem

An der Leine wenn sie andere Hunde sieht zieht sie wie verrückt bellt und springt nach oben sehr wild

Vielleicht kan man mir hier helfen

Vielen Dank im voraus

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Antworten(2)

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 21.04.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Ziel: Hund bleibt bis zu 5 Stunden alleine
    ( erwachsene Hunde bis 5 Stunden, Welpen bis max. 1 Stunde)

    Ein Hund bleibt nicht gern allein wenn er die Verantwortung für Sie übernommen hat. Also wichtig gewinnen Sie vorher die Rudelführung zurück. Das Sie nicht der Rudelführer oder ein schlechter Rudelführer sind erkennen Sie daran:
    - Hund verfolgt Sie überallhin der Wohnung
    - Hund ist nicht Leinenführig (bitte keine Flexileine verwenden)
    - Hund entscheidet viele Dinge allein (Hausregeln anwenden)
    - Hund ist beim Gassi gehen nicht auf Sie orientiert
    - Hund ist Leinenaggressiv
    - Hund hat in vielen Situationen auf der Straße Angst
    - Sie führen Ihren Hund an der Leine und bemerken nicht, dass er von einem anderen Hund bedrängt wird oder dass andere Gefahren auf Ihren Hund zukommt
    Arbeiten Sie bitte zuerst an diesem guten Basisverhältnis.

    Training des alleine seins:
    - Wird im Zusammenhang mit „Bleib“ trainiert, Dem Hund bitte nicht den Flur zur Verfügung stellen.
    - Hund in „bleib“ mit Ton und Zeichenkommando, erst aus der Tür raus, wieder zurück, loben
    Dann langsam steigern mit Tür zu machen, aus Wohnungstür raus, zum Briefkasten, zur Ecke etc.
    - Keine Verabschiedung nur „Bleib und bei über 10 Minuten mit Leckerchenstange (z.B. getrockneter Rinderpansen)
    - Beim Wiederkommen auch kein großes Tarahh. Es ist ganz normal und nichts Besonderes dass sie manchmal nicht da sind. Der Hund kann sich Sicher fühlen. Das müssen Sie ausstrahlen. Aber nicht sagen 
    - Nicht reinkommen wenn Hund jault, Pause abwarten
    - Zur Verstärkung kann eine leise sehr ruhige klassische Musik angeschaltet werden oder mit Pheromonen , Globolie oderberuhigende Kräuter gearbeitet werden

    Trainingszeit bei täglichem Üben ca. 3 Wochen

    Wichtig: Hund erst über 30 Minuten alleine lassen nach einem ausgiebigem Gassigang mit urinieren und koten und körperlicher Auslastung
    Wenn Ihr Hund längere Zeit alleine bleiben muss, bitten Sie ein Gassiservice Ihren Hund abzuholen
    Da Ihr Hund auch nicht Leinenführig ist, sollten Sie erst an der Leinenführung arbeiten

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 21.04.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Leinenführung

    Ein Hund, der vor unseren Füßen ist, trifft eigene Entscheidungen wie Kreuzen, Zerren, Bellen, weil er uns nicht zutraut, dass wir mit „Ereignissen“ (andere Hunde, Kinderwagen etc.) klarkommen. An der Schleppleine oder an der Flexileine kann er wieder eigene Entscheidungen weit vor Ihnen treffen - das wird nicht zum Fuss gehen führen.
    In allen Strukturen gibt es „Vorgesetzte“, die die Regeln bestimmen, führen und beschützen – Hunde lieben Regeln!
    Nehmen Sie bitte eine kurze Leine, die sich später verlängern lässt und versuchen Sie Ihrem Hund zuerst einmal beizubringen, dass er hinter Ihren Füßen geht. Ihr Arm bleibt an der Hosennaht, atmen Sie aus, um den Druck herauszunehmen. Bleiben Sie stur. Kein Leinenruck. Sie führen! Gehen Sie mit dem Fuß los der auf der Seite des Hundes ist und stellen Sie sich auf einen schwierigen Anfang ein. Wenn Ihr Arm nach vorne geht, haben Sie verloren! Ihr Hund wird springen, zerren und kreuzen.
    Halten Sie ihn hinter Ihren Füßen. Wenn er da bleibt, loben, Leckerchen und lockerlassen der Leine zeigt dem Hund, was Sie von ihm wollen. Es ist nicht einfach, das in Worten zu erklären. Bleiben Sie nicht stehen, lassen Sie kein Sitz, Markieren oder Schnüffeln zu, sondern gehen Sie Ihren Weg. Gehen Sie an einer Mauer oder Hauswand entlang und bestehen Sie auf Führung, indem Sie ihn zurückdrängen. Üben Sie auch die links und rechts Wendung mit Hund. Auch da sollte der Hund sich an Ihnen Orientieren und die kurze Leine sollte locker sein.

    Wenn er Ihre Führung anerkennt, bekommt er mehr Raum. Ehe Sie ihn ziehen, gehen Sie ein Stück rückwärts, mit dem Gesicht zum Hund! Rufen, locken Sie ihn, werden Sie spannend! Wenn wir für Hunde spannend geworden sind, haben sie keinen Grund mehr, zu ziehen. Rufen Sie den Hund nur mit Rückwärts gehen. Gehen Sie vorerst viel allein, werden Sie zuerst mit Ihrem Hund ein Team. Dann nehmen Sie andere hinzu und überprüfen, ob er auch unter Ablenkung zu Ihnen hochschaut.
    Später:
    Arbeiten Sie mit dem Futterbeutel an der 5-m-Leine und spielen Sie viel. Bauen Sie aber die Impulskontrolle (bleib) mit ein.
    In allen Strukturen ist der Chef vorne und bestimmt den Weg, werden Sie Beschützer, vom Beschützer zum Vertrauten und Partner
    Es ist viel einfacher wenn ein Hundetrainer vor Ort Ihnen dies zeigt.
    Viel Erfolg

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