6 Monate alter Rüde bellt alle Hunde an, was tun?

Thema: Allgemeines
  
Nikos schrieb am 05.11.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
wir haben seit 5 Tagen vom Tierschutz Kreta Hilfe einen 6 Monate alten Rüde . In seiner Pflegestelle war er mit 6 verschieden Hunden zusammen mit denen er sich super verstanden hatte nicht bellte und immer frei ohne Leine mit denen tobte und nebenher lief . Er geht auch gut an der Leine nur bei neuen Dingen Situationen die er nicht kennt wird er nervös und zieht an der Leine und möchte schnell nach Hause das wird aber von Tag zuvTsg mit Ablenkung und Belohnungen und Geduld immer besser . Unser Problem ist hauptsächlich das er sobald ein Hund kommt drauflos bellt , das Fell am Rücken. Aufstellt den Schwanz leicht erhoben und er winselt auch dazwischen . Wenn wir lang genug mit bei einem stehen bleiben beruhigt sich das ganze . Die Pflegefamilie meinte in drei laufen lassen da er sehr sozialisiert ist . Das geht nicht meiner Meinung nach da man ihn daran gewöhnen müssen auch an der Leine ruhig zu bleiben. Wie sollen wir uns Verhalten ? Wie gewöhnen wir ihm das ab . Ich denke es ist Unsicherheit da er sein Rudel in dem er 3 Wochen zusammen lebte nicht mehr um sich hat . Danke und Lg. Elke .E.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 05.11.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    Ihr Hund kennt Ihr Leben noch nicht, weiß von nichts und erwartet, dass Sie ihm alles zeigen und beibringen, ihn anleiten und beschützen.

    Mein Rat:
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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