Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Hund bellt und schreit, lässt sich nicht beruhigen

  
Wolfskine schrieb am 16.05.2017   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Guten Tag,

zum 01.04. sind wir umgezogen von Hessen nach Niedersachsen. Umzugsphase dauerte mehrere Wochen, Hund pendelte da mit hin und her um den Wohnort, das Haus auch schon kennenzulernen.

Momel ist 7 Jahre alt, kastriert, Golden Doodle. Wir lieben ihn sehr.

Zum Haushalt gehören mein Mann und ich, meine Mutter und unser Kater.

Als Welpe hatte Momel einen Unfall, durfte wochenlang nach OP nur getragen werden. Durch diese Zeit entstand sehr enge Bindung, auch zu meinem Mann, da er ihn trug.

Nun ist es so, dass er hier im neuen Haus noch mehr auf meinen Mann und auch mich fixiert ist als vor dem Umzug. Wenn er sieht, dass wir mit ihm oder ohne ihn das Haus verlassen wollen, flippt er aus, bellt, quietscht, rennt zur Tür, setzt sich mit seinen 40 Kg auf unsere Füße. Ich versuche ihn ruhig abzusetzen oder zu legen, zeige ihm leise das Schluss Zeichen, damit es leiser im Flur wird, wir uns in Ruhe anziehen können. Doch er diskutiert dann, bellt oder verlässt seinen Platz kurze Zeit wieder und wieder.

Wenn mein Mann und ich allein weg waren oder mein Mann vom Dienst kommt und er bei Oma blieb, flippt er total aus, wenn wir das Haus betreten. Er bellt, schreit in hohen Tönen, springt um uns herum, über Minuten gefühlt.
Auch da hilft es kaum ihn auf seiben Platz zu legen.

Was machen wir falsch? Wie sollte die Begrüßung erfolgen? Meinen Mann strengt das hochfrequente Schreien an, wenn er überarbeitet vom Dienst kommt. Ich leide förmlich, wenn mein Mann ihn dann laut anspricht oder schimpft, weil er sich nicht beruhigt, obwohl er ihn zur Begrüßung gestreichelt und angesprochen hat.

Wissen Sie Rat?

Danke für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Runa Hanus

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 02.06.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Runa,
    wie bei allem in der Hundeerziehung sollte man auch diese Situationen üben, je öfter umso besser. Es hilft also nicht, erst zu reagieren, wenn Sie das Haus verlassen oder heim kommen. Man sollte am besten immer mal zwischendurch und in Ruhe trainieren.
    Ihr Hund regt sich ja schon auf, wenn er sieht, dass Sie gehen wollen. Also fangen Sie hier an zu üben. Ziehen sie immer mal wieder Jacke und Schuhe an, nehmen den Schlüssel, machen dann aber ganz was anderes: Hausarbeit, lesen, fernsehen, einfach nur hinsetzen.....
    Machen Sie das, wenn Sie zuhause sind so oft wie möglich. Dadurch lernt der Hund, dass es langweilig ist, wenn Sie sich anziehen und überhaupt nichts furchtbares passiert. Gehen Sie dann auch mal die Tür raus, kommen sofort wieder, alles kommentarlos. Kommentarlos ist das Stichwort: Je mehr wir mit aufgeregten Hunden reden, um so mehr regen sie sich auf. Sie verstehen unsere Sprache nicht. Deswegen ist es auch wichtig, den Hund beim nachhause kommen nicht anzusprechen, nicht zu schimpfen, ihn nicht zu begrüßen. Dadurch, genau wie beim Verabschieden, macht man etwas Besonderes aus dem Weggehen. Es soll aber für den Hund vollkommen normal sein, dass man das Haus verlässt und wieder kommt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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