Was tun, wenn Hund mich stalkt?

  
Tseineu@arcor.de schrieb am 23.09.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unser Hund kann keine Sekunde alleine bleiben, er stalkt uns in der Wohnung und schafft es nicht ohne zu bellen in einem anderen Raum zu sein, vom alleine bleiben in der Wohnung ist gar nicht zu denken. Wir haben bereits zwei Boxen eine im Wohnzimmer und eine im Schlafzimmer, wo er sich auch wohl drin fühlt solange wir im Raum sind. Ich muss dazu sagen, dass unser Frenshi taub ist. Wir haben auch schon versucht die Box abzudecken damit er uns nicht sieht doch sobald er uns nicht mehr "riecht" geht das Gebelle und Gejaule los.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 24.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,
    wenn Ihr Hund es schon nicht ertragen kann, dass Sie das Zimmer verlassen, hat er natürlich eine Menge Stress, wenn Sie die Wohnung verlassen.
    Hunde als Rudeltiere haben sehr viel Stress, wenn sie nie gelernt haben, alleine zu bleiben. Man sollte ihnen das, möglichst im Welpenalter in ganz kleinen Schritten mit viel Geduld und Zeit beibringen.
    Üben Sie mit ihm das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, SOFORT (also nicht draußen warten) wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, nicht ansehen, einfach rausgehen und rein kommen. Der Hund soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann er entspannen. Erst, wenn Sie merken, dass er entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn er sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt der Hund, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.
    Zudem stalken Hund oft Menschen, die sie trainieren können. Wenn z. B. der Hund Streicheleinheiten fordert und der Mensch sofort reagiert oder wenn der Hund bellt und der Mensch sich sofort Gedanken macht, was der Hund möchte, trainiert der Hund den Menschen. Dadurch kann er es nicht ertragen, wenn der Mensch einmal nicht zur Verfügung steht. Deswegen läuft er ihm überall hinterher. Oft haben Hund auch durch das "Trainieren" das Gefühl, der Mensch kommt ohne ihn nicht zurecht.
    Deswegen sollten SIE in Zukunft ALLE Entscheidungen treffen: Wann darf der Hund aufs Sofa oder Bett, wann wird wie lange gekuschelt, wann wird gefüttert, wann wie lange gespielt. Fordert der Hund etwas von Ihnen, schauen Sie KOMMENTARLOS weg, gehen Sie weg. JEDESMAL.
    SIE fordern, SIE treffen Entscheidungen. Überlassen Sie das dem Hund, hat er auf jeden Fall Probleme danit.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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