Was tun bei Trennungsangst nach Home Office?

  
Zuma schrieb am 02.05.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Mein Havaneser ist 2 Jahre alt. Seit dieser Zeit bin ich im Homeoffice. Bin ich bei anderen Leuten, verfolgt er mich auf Schritt und tritt. Bin ich nur eine halbe Stunde weg, läuft er unruhig in der Wohnung hin und her und heult und bellt.


In der Nacht liegt er auf unserem Bett. Wenn ich ihn aussperre, springt er gegen die Tür. Ich habe schon einen Riesenkäfig geholt, in dem er mit einem Kauknochen gelockt wird. Nach einer Weile, versucht er den Käfig zu öffnen. Erst nachdem er ruhig ist, lass ich ihn raus. Jetzt muss ich 2x in der Woche auf Arbeit wieder präsent sein. Wie kann ich erreichen, dass er 6 Stunden alleine bleibt?


Liebe Grüße Ramona

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Antworten(3)
  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 05.05.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Zuma, ja, dieses Problem haben jetzt viele Menschen. Im Homeoffice kam der Hund und plötzlich ist wieder Präsenz im Büro angesagt. Es wird nicht von heute auf morgen gehen, daß Ihr Hund 6 Std. alleine bleibt. Das erste, was Sie abstellen müssen, ist, daß er Sie auf Schritt und Tritt verfolgt. Sie müssen jetzt mit ihm üben, wie mit einem Welpen, und zwar Zimmer verlassen, Tür zu und sofort wieder hereinkommen ohne Ihren Hund zu beachten, Zimmer verlassen und sofort wieder hereinkommen usw. Dann die Zeiten verlängern, wo Sie vor der Tür bleiben, z.B. 1,2,3,4 zählen und dann erst wieder hereinkommen. Dies immer weiter verlängern - wenn Ihr Hund 20 min. in einem Zimmer ohne Sie sein kann, können Sie versuchen für kurze Zeit die Wohnung zu verlassen. Einen Käfig finde ich persönlich sehr hilfreich, da der Hund gesichert ist und dennoch alles sehen kann. Jedoch sollte Ihr Hund solange in dem Käfig bleiben, wie er es stressfrei schafft. Wenn er dort nicht entspannt sein kann, kann es nicht gelingen, da er dann immer schon Stress hat, wenn er nur rein soll. Auch hier sollten Sie langsam anfangen, es dem Hund schmackhaft zu machen im Käfig zu sein, und zwar unter dem Zeitpunkt, wo er es noch gut aushält. Ferner sollten Sie auch nachts Distanz schaffen, entweder später mit dem Käfig oder mit einem Körbchen, was vor dem Bett steht und dann nach und nach vor die Schlafzimmertür rückt - evtl. Kindergitter an die Schlafzimmertür, damit er Sie noch sehen kann aber nicht zu Ihnen ins Bett kann. Und ja, er wird erst einmal heulen und jaulen, weil er es ja nicht kennt. Auch hier ist Geduld gefragt und Durchhaltevermögen. Wichtig ist, daß Sie jeden Tag mit ihm üben auch am Wochenende, damit er keinen Unterschied macht. Viele Hunde haben auch Probleme, wenn es nach dem Wochenende oder nach einem Urlaub wieder anders ist und er dann alleine bleiben soll. An den Tagen, wo Sie jetzt ins Büro müssen, sollten Sie eine Betreuung für ihn organisieren, bis er so weit ist, daß er die geforderte Zeit schafft. Es kann bis zu mehreren Monaten dauern!

    Viel Erfolg und viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

  • Zuma
    Zuma
    schrieb am 05.05.2022

    Vielen Dank für Ihre Tipps.

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 06.05.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    ..... gerne. Viel Erfolg und viele Grüße

    Kerstin Gebhardt

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