Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Verlust Ängste.

  Bremen
Terror - Jack schrieb am 29.05.2016   Bremen
Angaben zum Hund: Pudel Mischling, klein, männlich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo,
Wir haben drei Zwerg Pudel, 6,4, und ca.18 Jahre.
Den ältesten, Haben wir übernommen da er sonst wieder im Tierheim gelandet wäre.
Er ist schon einmal Ausgesetzt wurden, war eine ganz Zeit auf der Straße, kam dann ins Tierheim von da nahm eine Junge Frau ihn mit, sie wohnte noch bei ihren Eltern, war aber Volljährig. Es gab da noch zwei Hunde, eine Pudelhündin und einen Rottweiler, erst ging es gut, später nicht mehr so.
Die junge Frau konnte den Jack nicht behalten, da alle Versuche ihn das allein bleiben bei zubringen nichts brachten, er blieb auch nicht ohne seine Bezugspersohn bei der Mutter, der jungen Frau..
Da diese aber nun in Arbeit ging, blieb ihr nichts über als Jack abzugeben. Er sollte nach Möglichkeit nicht wieder in das Heim, lange hat sie versucht jemanden zu finden, leider zuerst erfolglos, da ich die Abgabe Geschichte mit verfolgte hatte ich die Zeit zu überlegen ob er zu uns kommen könnte. Wir entschieden, ja Jack kann kommen, ich war immer Zuhause, ein großer Garten ist auch vorhanden, weniger weg sind kamen alle Pudel mit.
Doch so war es leider nicht, Jack suchte sich gleich von der ersten Minute an meine Tochter zur Bezugspersohn aus.
Doch auch sie muß arbeiten gehen und er bleibt bei mir, nun, es ist so Nerven auftreibend für ihn und mich, das ich um Hilfe bitte, wie können wir unseren Jack bei bringen auch mal 3-4 Stunden alleine zu bleiben.

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 03.06.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    da haben Sie sich ja eine Aufgabe gestellt. Hut ab. Ich finde es ganz toll, wenn Sie diesem alten Hund diese Möglichkeit geben. Ich geben Ihnen mal eine "Anleitung" wie das Alleine-Bleiben trainiert werden kann. Ich nehme aber auch an, dass Sie die Zeit, die Jack braucht, nicht unbedingt haben. Daher wäre es wahrscheinlich sinnvoll, dass Sie versuchen zumindest eine weitere Bezugsperson zu werden. Auch wenn das Pudelchen schon alt ist, kann man noch gute Beschäftigungen mit ihm machen. Suchspiele eignen sich toll dafür, auch Apportierspiele, indem Sie z.B. einen Futterbeute verstecken, den er dann suchen und zu Ihnen zurück bringen muss. Übernehmen Sie auch die soziale Fellpflege. Jack sollte das aber genießen können. Auch "Wellness-Massagen" können Bindung stärken. Und das tut einem alten Hund besonders gut.
    Am Anfang könnten Sie auch ein wenig mit homöopathischen Mitteln oder Bachblüten unterstützen. In einem Buch vom Animal-Learn-Verlag "Mit den Ohren eines Hundes" liegt auch eine CD mit Entspannungsmusik bei.

    Um Trennungsstress zu vermeiden, ist es wichtig, Jack beizubringen, dass alleine zuhause zu bleiben eine angenehme Erfahrung ist. Eine Zeit in der er sich entspannen kann oder schöne Dinge tun kann. Die effektivste Möglichkeit zur Vermeidung von Trennungsstress ist ihm von Beginn an beizubringen, dass Alleinsein Spaß macht. Um dies zu erreichen ist eine schrittweise Erhöhung der Abwesenheitszeit wichtig, so dass Jack sich nie ängstigen muss und diese Zeit immer mit etwas Schönem verbindet. Die wichtigsten Aspekte dieses Trainings sind, dass die Zeiten des Alleine seins langsam gesteigert werden. Wie langsam hängt von der Entspannung Ihres Hundes ab. Lassen Sie ihn nie so lange alleine, dass er verzweifelt. Belohnen Sie Jack, wenn sie entspannt alleine geblieben ist. Belohnung kann ein Spiel, ein Leckerchen, eine Liebkosung oder ein Lob sein. Wenn er ängstlich ist, schicken Sie ihn wieder auf ihre Decke. Reduzieren Sie dann die Zeit, in der er alleine bleibt.
    Wiederholen Sie die folgenden Trainingsstufen bis Sie sicher sind, dass Jack glücklich ist.
    1. Starten Sie damit, Jack auf seine Decke zu schicken. Dort soll er eine kurze Zeit verweilen. Bleiben Sie bei ihm stehen. Belohnen Sie ihn dafür.
    2. Als nächstes schicken Sie ihn auf seine Decke und bewegen Sie sich, solange erdort bleibt. Belohnen Sie ihn dafür.
    3. Steigern Sie die Zeit und die Distanz zu ihm. Bleibt er auf der Decke, wird er belohnt. Steht er auf oder jammert er, wird er nicht belohnt. Gehen Sie dann aber wieder einen Schritt zurück.
    4. Beginnen Sie dann, den Raum zu verlassen und die Tür hinter sich zu schließen.
    5. Beginnen Sie dann, die Abwesenheit zu verlängern.
    6. Wenn Jack dies eine Stunde lang erträgt, sollte es kein Problem sein, ihn länger alleine zu lassen. Geben Sie ihm etwas, womit er sich beschäftigen kann, damit ersich nicht langweilt.


    Es gibt eine Reihe von Dingen, die Sie tun können, damit sich Jack beschäftigen kann, während Sie weg sind.
    Geben Sie ihm einen Knochen oder ein Spielzeug, wenn Sie den Raum verlassen. Stellen Sie sicher, dass ihm das besondere Spielzeug oder Knochen nur zur Verfügung steht, wenn er alleine gelassen wird.
    Geben Sie Jack einen gefüllten Kong oder einen Leckerchenball. Verstecken Sie Leckerchen im Haus, die er suchen kann oder basteln Sie ihm ein Überraschungspaket. Diese Dinge beschäftigen Ihren Hund geistig.
    Räumen Sie diese Dinge wieder weg, wenn Sie heimkommen.
    Jack wird leichter alleine bleiben, wenn sie zuvor beschäftigt wurde. Gehen Sie vor dem Alleine bleiben spazieren. Warten Sie dann noch 30 Minuten, bevor Sie ihn alleine lassen.
    Geben Sie ihm eine halbe Stunde vor dem Alleine bleiben eine Mahlzeit. Geben Sie ihm noch einmal die Möglichkeit sich zu lösen, bevor er alleine gelassen wird.
    Vermeiden Sie jegliche Strafen.
    Sollte Jack sich schlecht benehmen, während Sie ihn alleine gelassen haben, schimpfen Sie nicht mit ihm. Die häufigsten Gründe für Verhaltensprobleme beim Alleine bleiben liegen daran, dass die Besitzer mit ihren Hunden schimpfen, wenn sich der Hund während der Zeit des Alleine bleiben schlecht benommen hat. Jack kann Ihre Strafe nur mit Ihrem Zurückkommen verbinden, nicht mit der Zerstörung, dem Bellen oder dem Unsauber sein. Er wird dann besorgt über Ihre Reaktion beim nächsten Zurückkehren sein und dies wird sein „schlechtes Verhalten“ eher noch bestärken

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

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