Deine Hundetrainer-Sprechstunde

plötzlich kann mein Hund nicht mehr alleine sein

  
marlice schrieb am 09.05.2018   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
Ich habe einen 7 Jahre alten Shiba inu, er war auch von Anfang an bei mir und bisher der chilligste Hund wenn es um alleine sein ging. Wir hatten noch nie Probleme mit dem Thema, ich ging zur Arbeit oder einkaufen etc und der Hund hat sich nicht drum gekümmert. Manchmal ist er nicht mal zum begrüßen an die Tür gekommen, sondern hat nur müde aus seinem Körbchen geguckt.

Seit zwei Wochen ist alles anders. Ich komme von der Arbeit und meine Jalousienen sind zerbissen, die Wand angebissen und der duschschlauch auch zerbissen. Die Jalousienen sind aus Metall gewesen und dort ist Blut dran, da er sich offensichtlich ins Zahnfleisch geschnitten hat. Zudem wurde in der Wohnung ordentlich randaliert, die Regale sind abgeräumt und alles wurde runtergeschmissen.

Zur Info muss man wissen, dass der Hund noch nie in seinem Leben etwas kaputt gemacht hat und schon jault wenn er sich das Zahnfleisch bei einem Schweineohr etwas anratscht. Er ist überhaupt nicht so.

Ich war vor zwei Wochen für drei Tage im Urlaub und mein Freund hat auf ihn aufgepasst. Die beiden sind beste Freunde und kennen sich auch seit Jahren. Es ist in meiner Abwesenheit nichts ungewöhnliches passiert und auch seitdem ich zurück bin kann ich keine änderungen feststellen im Verhalten, außer dem Thema alleine sein.

Man muss sagen, dass ich seit 3 Monaten wieder vollzeit arbeite. Weswegen mein freund mit dem Hund zwischendurch spazieren geht, da er früher Feierabend hat. Mein Freund hat schon immer den Hund überschwänglich begrüßt an der Tür, was ich versucht habe zu unterbinden. Aber mit den Jahren hab ich das wohl zugelassen.

Was kann ich jetzt tun,damit wir wieder an einen Punkt kommen, wo er nicht sich selbst verletzt und Angst hat alleine zu sein?
Irgendetwas muss vorgefallen sein. Aber ich weiß nicht was. Ich habe heute zwei Wespen in meiner Wohnung entdeckt, welche wohl durch das gekippte Fenster reingekommen sein müssen. Kann dies der Auslöser gewesen sein? 1. Mai wurde die erste Jalousiene zerstört, die war alt und aus Plastik und ich war mir nicht sicher ob es der Hund oder der Kater war, sah aus als ob jmd daran hoch gesprungen ist. 2. Mai wurde dann zum ersten mal richtig randaliert. Dann war ruhe bis gestern. Da wurde dann auch die Wand und selbst die Türklinke angebissen.

Ich bin über jeden Rat dankbar.

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.05.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    ganz sicher ist etwas in Ihrer Abwesenheit passiert. Gerade, wenn Hunde versuchen, wo hochzuspringen, bedeutet das Angst oder gar Panik. Vielleicht wurde der Hund tatsächlich von einer Wespe gestochen. Es kann aber auch sein, dass es mal furchtbar geknallt hat oder sonst ein Geräusch, was ihm Angst gemacht hat. Nachvollziehen und ändern kann man das jetzt natürlich nicht mehr.
    Sie schreiben, Ihr Freund begrüßt den Hund immer überschwänglich, wenn er zur Tür rein kommt. Vielleicht hat er das auch in der Zeit getan, als Sie weg waren? Möglicherweise hat er sich auch von dem Hund verabschiedet, wenn er weg ging? Bei beidem kann es sein, dass Hunde sich in eine Panik steigern, wenn man sie alleine lässt denn es ist nicht mehr normal für sie.
    Wie benimmt Ihr Hund sich denn, wenn Sie das Zimmer oder die Wohnung verlassen?

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • marlice
    marlice
    schrieb am 09.05.2018

    Hallo Frau Mayer,

    mein Freund begrüßt den Hund leider immer überschwänglich und ich befürchte ich habe es zu häufig durchgehen lassen und nun mir selbst ein wenig den Ärger ran erzogen.
    Der Hund hat mir gestern beim verlassen der Wohnung nachgeguckt, aber er hat nicht gebellt oder gewinselt. Als ich abends kurz einkaufen war habe ich mich auf den Hof geschlichen und einmal in die Wohnung geguckt, da ich nur 10 Minuten weg war wollte ich mal sehen was er so macht. Leider musste ich sehen, dass er zitternd auf dem Bett lag...
    Wenn ich da bin verhält er sich ganz normal, läuft mir nicht hinterher oder ist auch überhaupt nicht schreckhaft.

    Die Kurzlösung ist gerade für mich ihn während der Arbeitszeit bei meiner Familie abzugeben (dort war er als Welpe auch wenn ich arbeiten musste, genau damit er nicht zu früh alleine war und keine Angst davor bekommt alleine zu sein). Das ist aber keine Dauerlösung da dort nur zufällig jemand gerade Urlaub hat.
    Wie kann ich das vertrauen am besten wieder aufbauen? Ich werde versuchen die nächsten Tage so oft wie möglich die Wohnung kurz zu verlassen und ihn nicht mehr zu beachten wenn ich nach hause komme. Gibt es sonst noch gute Tricks?

    Vielen dank für Ihre Hilfe,
    Marlies

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.05.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Marlies,
    mit Tricks sollte man nie arbeiten, das durchschauen Hunde oft mit der Zeit und die Probleme werden schlimmer.
    In dem Fall sieht es wirklich so aus, als bekäme er, während er alleine ist, Panik. Oft die Wohnung zu verlassen kann helfen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, stellen Sie eine Kamera auf und beobachten, wann er unruhig wird und Panik bekommt. Vielleicht hilft das bei der Suche nach der Ursache weiter.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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