Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Dauerbellen

  
Sabs1990 schrieb am 29.01.2018   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Guten Abend,
Ich habe einen Rüden (10) und eine Hündin (7), beides Greyhounds. Der Rüde bellt wenn wir das Haus verlassen sehr lange, aber nicht immer. Er steigert sich da richtig rein mit hecheln und Nervosität. (Das sehe ich über eine Kamera)
Ich habe beide Hunde mit zur Welt gebracht, aber es waren die Hunde meiner Eltern, ich habe bis 2016 mit Ihnen zusammen gelebt. Beide haben mitbekommen wie viele Familienmitglieder starben/gegangen sind, zu letzt (Anfang 2017) meine Mutter. Ich habe dann ca 8-9 Monate mit meinem Lebensgefährten in meinem Elternhaus im Wohnzimmer gelebt mit den Hunden (zu der Zeit war noch ein Rüde dabei), sie durften manchmal auch bei uns im ‚Bett‘ (die Couch) schlafen. Ich musste den ältesten Rüden dann im Oktober einschläfern lassen und Anfang November sind wir in das neue Haus gezogen.
ich weiß, dass er massive Verlustängste hat, aber es ist keinem mehr zuzumuten, vor allem ihm selber nicht, er regt sich so sehr auf, dass er Magenprobleme bekommen hat. Ich möchte, dass es ihm und dann auch uns besser geht. Training schlägt kaum an und zieht sich sehr. Ich brauche Tipps damit ich ihm helfen kann. Die Nachbarn und mein Partner schlagen immer häufiger Antibellhalsbänder mit Geruch oder Wasser vor, aber da halte ich nichts von.

Was kann ich tun?

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Antworten(4)

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 15.03.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Alleinsein will gelernt sein
    Erwachsene Hunde sollte man nicht länger als fünf Stunden, Welpen maximal eine Stunde allein lassen.

    Wichtige Grundregeln
    Ein Hund bleibt nicht gern allein wenn er die Verantwortung für Dich übernommen hat. Also ist es wichtig, dass Du Deinen Hund führst und ihm nicht die Selbstbestimmung die für ihn wichtigen Ressourcen überlässt. Gewinne vor dem Training die Rudelführung zurück. Ob Du nicht der Rudelführer oder ein schlechter Rudelführer bist, erkennst Du daran, dass

    1. Dein Hund Dich überallhin in der Wohnung verfolgt.
    2. Dein Hund nicht Leinenführig ist. (bitte keine Flexileine verwenden)
    3. Dein Hund viele Dinge allein entscheidet. (Hausregeln anwenden)
    4. Dein Hund sich beim Gassi gehen nicht an Dir orientiert.
    5. Dein Hund leinenaggressiv ist.
    6. Dein Hund in vielen Situationen auf der Straße Angst hat.
    7. Du deinen Hund an der Leine führst und nicht bemerkst, dass er von einem anderen Hund bedrängt wird oder dass andere Gefahren auf Deinen Hund zukommen.

    Arbeite bitte zuerst an diesem guten Basisverhältnis.

    So trainierst du das Alleine bleiben:
    Ich trainiere das Alleinbleiben im Zusammenhang mit dem Kommando „bleib“. Bitte beachte außerdem, dass Du…
    - dem Hund nicht den Flur zur Verfügung stellst!
    - den Hund mit Ton und Zeichenkommando ins „bleib“ schickst, dann erst aus der Tür raus gehst, wieder zurückkommst und Deinen Hund lobst!

    Diesen Ablauf langsam steigern, in dem Du die Tür zu machst, aus der Wohnungstür raus gehst, später zum Briefkasten gehst und so weiter.
    Verabschiede Dich nicht von Deinem Hund gebe ihm bei über zehn Minuten eine Leckerchenstange (z.B. getrockneter Rinderpansen). Nimm ihm aber die Kauartikel wieder weg, sobald Du zu Hause bist. Mache beim Wiederkommen auch kein großes Tarahh. Es ist ganz normal und nichts Besonderes, dass Du manchmal nicht da bist. Der Hund kann sich sicher fühlen. Das musst Du ausstrahlen - aber nicht sagen.
    Komme nicht wieder herein, wenn der Hund jault, sondern warte kurz.
    Verknüpfe Schlüsselreize, die den Hund in Stress versetzen positiv bzw. neutralisiere sie (z.B. Schuhe anziehen). Lasse nicht zu das Dein Hund Dich immer in der Wohnung verfolgt.
    Lobe Deinen Hund immer, wenn er ruhiges, stressfreies Verhalten zeigt. Zusätzlich kannst Du ein getragenes Kleidungsstück bei Deinem Hund lassen oder leise, sehr ruhige klassische Musik anschalten oder mit Pheromonen, Globuli oder beruhigenden Kräutern arbeiten.

    Die Trainingszeit bei täglichem Üben beträgt ca. drei Wochen. Wichtig: Lasse Deinen Hund erst nach einem ausgiebigem Gassi-Gang, bei dem er sich Lösen und körperlich Auslasten kann, über 30 Minuten alleine. Zusätzlich kannst Du dafür sorgen, dass sich Dein Hund zu Hause nicht langweilt.
    Man darf niemals den Hund beim Heimkommen bestrafen, egal was er gemacht hat.
    Wenn Dein Hund längere Zeit alleinbleiben muss, bitte einen Gassi-Service Deinen Hund abzuholen.
    Viel Erfolg!

  • Sabs1990
    Sabs1990
    schrieb am 16.03.2018

    Ein guter Rat, aber hier nicht passend.
    Ich bin der Rudelführer und er gehorcht meist, ein eigensinniger Charakter ist bei der Rasse nicht zu vermeiden vorallem nicht wenn er aktiv auf der Bahn war.
    Wie bereits geschrieben sind diese Trainigsansätze bei ihm erfolglos und es geht um max 3 Stunden alleine sein. Ich bin mit der Rasse und die beiden mit mir aufgewachsen, und Bestrafung gibt es in diesem Haus nicht. Es wird wenn überhaupt zeitnah (innerhalb von drei Sekunden) und Aggression geschimpft.
    Es ist kein Auslastungs- oder Langeweileproblem.
    Trotzdem danke für den Versuch.

  • Sabs1990
    Sabs1990
    schrieb am 16.03.2018

    Das sollte ohne Aggression geschimpft heußen!

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 16.03.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Ich würde Ihnen Raten direkt vor Ort mit einem zertifizierten Hundetrainer zu arbeiten. Hier auf dieser schriftlichen Basis, wo man auf die Beschreibung der Hundehalter angewiesen ist, und sich nicht selbst ein Bild machen kann, ist ein Hundeverhaltenstraining bzw. Beratung doch sehr eingeschrenkt.

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