Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

zieht beim gassi gehen

Thema: Leinenzug
  Sachsen
loona1 schrieb am 28.10.2016   Sachsen
Angaben zum Hund: bordercolli Schäferhund mix, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo unsere loona ist jetzt knapp 1 1/2 Jahre alt. wir wohnen in einer Kleinstadt was für sie der Horror ist. auf dem Feld oder im Wald ist alles super mit laufleine (8 m). mit der kurzen Leine auch soweit gut nur sobald Autos ins Spiel kommen zieht sie wie verrückt. an der Fußgänger Ampel stehen bleiben mit ihr ist ein kraus, sie kratzt teilweise förmlich auf dem Boden Schwanz wird eingezogen. wie könnte ich das rausbekommen bzw. ihr die angst davor nehmen.

ich freue mich auf Antwort

mfg anne

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 15.11.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Anne,
    wenn Loona an der Laufleine (ich nehme an, Flexileine) läuft, geht sie vor und führt das "Rudel" an". Gerade ein ängstlicher Hund ist damit vollkommen überfordert, weswegen Sie dringend die LeinenFÜHRIGKEIT üben sollten.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE der Hündin folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hündin richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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