Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Unser Hund zieht an der Leine

Thema: Leinenzug
  Nordrhein-Westfalen
Mama-Nini schrieb am 28.09.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Labrador Mix , männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
unser Problem ist das unser Hund an der Leine zieht. Wir haben schon viel ausprobiert was helfen könnte. Leckerchen, würgehalsband und andere Dinge. Bis jetzt hilft der nur halti.
Dies finde ich aber nicht so schön. Wir haben ihn am Anfang immer am K9 Geschirr gehabt, was er noch zusätzlich trägt. Sobald er am Geschirr ist , zieht er so abrupt das es extrem in den Rücken geht. Beim Halsband würgt er sich solange bis er keine Luft bekommt. Doch beim halti ist alles ok soweit.
Wenn wir mit unseren 4 Kindern draußen sind dann zieht er auch dabei. Wenn man jedoch alleine geht, ist es meist kein Problem.
Ohne Leine geht es meist besser , da läuft er gut mit.
Wie bekomme ich das hin das er ohne halti nicht zieht? Er ist ein wunderbarer Hund , doch Gasse gehen ist dann meist eine Qual. Egal ob er sich ausgepowert hat.
Er ist denke ich auch noch sehr verspielt mit seinen gerade mal 3 Jahren, doch das andere Problem ist das er manchmal zu Wild ist. Sobald man ihn ruft überdreht er. Was ich hoffe das sich das im Alter noch legt.
Und das letzte was auch sehr schwer ist, daß man ihn nicht alleine lassen kann. Er jault alles zusammen .
Egal ob was nebenbei läuft, oder er eine Beschäftigung bekommt. Wie ein Kong zum auslecken. Alleine lassen geht nie. Und bei 4 Kindern ist es oft schwierig ihn überall mit hin zu bekommen. Bitte um Hilfe

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 29.09.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    ein Halti sollte nur ein Hilfsmittel sein, um dem Hund beizubringen, nicht zu ziehen, Es sollte nicht dazu gebraucht werden, den Hund zu bremsen und wird deswegen irgendwann auch nicht mehr wirken, weil der Hund dann trotz Halti zieht.
    Wenn er zu wild ist, um Sie rum springt, bellt, bleiben Sie einfach stehen und beachten ihn nicht. Er versucht dann, Ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Auch schimpfen, "Aus", "Nein" und ähnliches bedeutet für einen Hund Aufmerksamkeit.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.
    Üben Sie mit ihm das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Der Hund soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann er entspannen. Wenn Sie merken, dass er entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn er sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt der Hund, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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