Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Leinenführung und Aggression

Thema: Leinenzug
  Mecklenburg-Vorpommern
Em schrieb am 07.12.2016   Mecklenburg-Vorpommern
Angaben zum Hund: Labrador , weiblich, kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo, mein Name ist Anja. Meine süße Maus ist eine Labrador Hündin Namens Emma. Emma zieht ständig an der Leine. Alle Versuche die ich mit Emma probiert habe, haben nicht Funktioniert zum Beispiel : Richtungswechsel, stehen bleiben, Leckerlies...... Ein weiteres Problem ist, das Emma arge Probleme mit Männern hat, außer mit meinem Sohn und Mann. Emma hat auch ein Beschützer Modus mir gegenüber.Sie stellt dann die Nackenhaare hoch und bellt.Wie kann ich mich verhalten. Danke für das Antworten. Mit freundlichen Grüßen Anja

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Anja,
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE der Hündin folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hündin richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.
    Wenn Sie Ihre Emma führen, wird sie Sie auch nicht mehr beschützen müssen.
    Üben Sie zuhause mit Emma, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Emma den Platz verlassen will, bringen Sie sie kommentarlos wieder hin. Wenn sie dort bleibt, geben Sie ihr ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Wenn das funktioniert, können Sie Emma jederzeit an ihren Platz schicken, auch, wenn Sie Besuch haben und ihr damit zeigen, dass Sie alles im Griff haben.
    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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