Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Leine

Thema: Leinenzug
  Bayern
Denise 25 schrieb am 07.12.2017   Bayern
Angaben zum Hund: Holldischer herrder, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo ich habe da mal eine Frage?
Ich habe jetzt seit ein dreiviertel Jahr ein Freund und er hat eine Hündin mit rein genommen
Meine Frage ist wenn wir uns streiten ist die Hündin total verstört in der Vergangenheit musste sie auch wohl viel durch machen was genau kann ich nicht sagen sie hat auch Mal im Sicherheitsdienst gearbeitet also war mit jetzt aber nicht mehr was noch ein Problem ist die läuft nicht richtig an der Leine sie muss immer vorraus laufen
Und sobald sie andere Hunde sieht will sie gleich immer rauf und fipt dann auch gleich
Würde mich sehr freuen wenn sie mir antworten
Für mich ist das alles neu
Mfg

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 20.12.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo
    Holländische Schäferhunde sind sehr sensible Hunde. Das erklärt, warum sie verstört reagiert, wenn Sie sich streiten.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE der Hündin folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hündin richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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