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Hund zieht an der Leine und hört nicht

Thema: Leinenzug
  
sabo12@gmx.de schrieb am 03.09.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Meine französische Bulldogge Mailo zieht immer sehr fest nach vorne beim spazieren obwohl wir jetzt schon auf Halsband gewechselt haben. Wenn er dann noch andere Hunde sieht ist ganz vorbei. Er versucht ständig an den Genitalien oder am Po zu lecken und zusammen mit anderen spazieren zu gehen wird zu Herausforderung. Er hört dann auch wirklich absolut gar nicht mehr auf uns. Man kann stehen bleiben ermahnen oder zurückziehen er hört dann einfach nicht mehr auf und erhängt sich quasi in der Leine. Dadurch fängt er natürlich dann an zu röcheln und fängt an zu würgen. Was können wir dagegen tun ?

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 03.09.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Guten Tag,
    meiner Erfahrung nach liegt das Ziehen an der Leine trotz allen möglichen Versuchen IMMER an der fehlenden Konsequenz. Ermahnen und zurück ziehen verstärkt das Ziehen an der leine.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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