Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

er zieht und flippt aus bei anderen hunden

Thema: Leinenzug
  Baden-Württemberg
Spyk2016 schrieb am 29.06.2016   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: laprador Dobermann mix, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo, mein Hund ist jetzt drei Jahre alt, seid Januar haben wir einen zweiten ganz Lieben Hund dazu bekommen. Dennoch zieht Spyk, seit Beginn an und hechelt dabei wie eine Dampflokomotive. Außerdem dreht er total durch wenn uns ein anderer Hand entgegenkommt. Er zieht so stark, dass man ihn kaum halten kann und will dann immer an jedem und allem Hochspringen und spielen. Es macht keinen Spaß mehr mit ihm rauszugehen. Nur was kann ich machen

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 03.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.
    Lassen Sie Spyk NIE zu anderen Hunden oder Menschen, wenn er so zieht. Er wird es sonst immer wieder tun. Er darf nur hin, wenn er sich vorher benommen hat, was er dann ja auch, nach vorherigem Leinentraining, kann.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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