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Hündin 7 Monate nicht Stubenrein

  
jasmindoll schrieb am 26.11.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo, unsere Hündin, jetzt 7 Monate wird partou nicht stubenrein. Wir gehen mit ihr raus, egal, wie lange und Madame macht meistens nichts, sobald wir wieder im Haus sind macht sie. Wir haben noch einen Rüden, jetzt fast 3, bei ihm war und ist alles total unkompliziert. Anfangs sind wir mit beiden Hunden zusammen raus gegangen, damit sie sich auch abguckt, dass man sein Geschäft draußen macht, allerdings ließ sie den Rüden nie in Ruhe. Mittlerweile gehen wir getrennt, damit sie sich auch sich konzentrieren kann und nicht abgelenkt wird, aber jegliche Mühe ist vergebene. Wir haben leider auch keine Möglichkeit sie alleine in einem Raum zu lassen, da wir (leider) ein offenes Haus haben in der unteren Etage, ohne Türen (nur Haustüre). Alleine ist sie ja nicht, unser Rüde ist ja bei ihr, aber ich merke, dass es ihm seit dem unsere Hündin zu uns gekommen ist, nicht wirklich gut geht. Ich muss dazu sagen, sie ist sehr dominant und besitzergreifend und er lässt es leider zu und zieht sich zurück. Auch von uns zurück, obwohl wir sie ignorieren und nicht betüddeln und ihm dann die Aufmerksamkeit geben wollen, dann kommt sie aber immer wieder angerannt und springt ihn an und drängt in weg. Wir schicken sie dann auch mal ab oder lassen sie ganz links liegen, nur gestern hat sie dann nach meinem Mann geschnappt und ihn richtig angeknurrt.... Eigentlich dachte ich, es wäre schön ein Pärchen zu haben, aber ich muss wirklich zugeben, mit der Momentanen Situation sehr überfordert zu sein. Unser Rüde war von Anfang an das komplette Gegenteil von ihr. Wir hatten auch mal zwei Katzen, einen Freigänger. Dieser kam immer morgens und abends zum fressen und Nachts zum Schlafen. Seitdem die Kleine da ist, kommt er leider gar nicht mehr, sondern hat sich bei mittlerweile Bekannten eingelebt, nicht weit von uns. Ich hoffe Sie können mir helfen und mir einen Tipp geben, wie ich ihr Verhalten ändern kann. War schon der Versuchung nahe ihr Rescue Tropfen zu geben, was ich aber möglichst vermeiden möchte. Ich könnte noch einige Dinge aufzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. LG Jasmin

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 26.11.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Jasmin,
    so, wie es aussieht, hat die Hündin vollkommen das Kommando in Ihrem Haus übernommen und Sie lassen es zu. Rescue Tropfen ersetzen keine Erziehung, auch keine Regeln und Grenzen. Mit Ihrem Rüden hatten Sie offensichtlich Glück, das passiert. Aber Hunde sind, genau wie Menschen, sehr unterschiedlich. Vor allem ist Ihre Hündin jetzt auch noch ein Teenager und testet aus.
    Grenzen sind z. B., wenn die Hündin etwas von Ihnen fordert, wie Streicheleinheiten, spielen oder Futter, ignorieren Sie es.
    Springt sie von sich aus auf Bett oder Sofa, wird sie sanft und kommentarlos weggedrückt. Sie darf dort nur hin, wenn Sie es erlauben.
    SIE agieren, der Hund reagiert, NIE umgekehrt. Dann sind Sie der "Boss". Wenn es umgekehrt ist, ist es der Hund.
    Mit der Stubenreinheit fangen Sie am besten ganz von vorne an. Ihre Hündin hat einfach noch nicht gelernt. sich zu melden, wenn sie sich lösen muss. Wenn sie draußen nichts macht, vergisst sie es wahrscheinlich, weil sie nur am schnuppern ist oder sonst aufregenderes zu tun hat. Suchen Sie einen für Hunde langweiligen Platz und bleiben dort mit ihr stehen. Beachten Sie die Hündin nicht, reden Sie nicht mit ihr, schauen Sie sie nicht an, seien Sie langweilig. Erst, wenn sie sich gelöst hat, loben Sie sie überschwänglich und gehen weiter
    Mein Rat: "Zäunen" Sie einen kleinen Bereich z. B. mit einem Kinderlaufstall ab, wenn Sie die Hündin nicht beobachten können.
    Gehen Sie nach jedem Füttern, Spielen und Aufwachen der Kleinen sofort raus. Wenn sie dann was macht, ganz überschwänglich loben und belohnen. Auch, wenn sie unruhig wird, sich im Kreis dreht und auf dem Boden schnuppert, sofort raus.
    Nachts würde ich sie an eine Box gewöhnen. Fangen Sie langsam damit an, machen Sie ihr die Box mit Leckerchen schmackhaft. Schließen Sie die Tür am Anfang noch nicht, erst, und auch dann nur kurz, wenn sie sich in der Box entspannt. Sie lernt dann, sich zu melden weil Hunde selten ihren Schlafplatz beschmutzen.
    Sehr wichtig ist, dass Sie die Kleine nicht schimpfen oder gar bestrafen, wenn doch einmal ein Malheur passiert. Sie wird dann meinen, es sei verboten, sich zu lösen, unsicher bis ängstlich werden und heimlich ihr Geschäft verrichten.

    Viel Erfolg
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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