Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Nach Urlaub unsauber

  Hessen
Neo2030 schrieb am 08.06.2015   Hessen
Angaben zum Hund: Mischlinge bis 44 cm, männlich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo Agila Team,
ich habe ein Problem mit meinem ca.11 jährigen Mischling. Er kommt aus schlechter Haltung und wir haben in letztes Jahr übernommen. Wir hatten immer mal wieder Probleme mit der Stubenreinheit. Nachdem wir ihn ende letzten Jahres auf ein gutes verdauliches Trockenfutter umgestellt haben, hat er ca. 6 Monate keine Probleme mehr gehabt und immer draußen gemacht. Ich habe gedacht es lag daran dass er kein Nassfutter verträgt und habe das Thema abgeschlossen Er ist nie alleine, weil ich ihn mit zur Uni nehmen kann und demnach ist er immer bei mir.
Jetzt musste ich aber zwangsläufig für 10 Tage ohne ihn verreisen und nun ist er wieder unsauber. Er versucht sein großes Geschäft gar nicht erst draußen zu machen und macht es nachts, wenn ich schlafe in die Küche. Er schläft im Wohnzimmer, kann aber wenn er will ins Schlafzimmer kommen.
Er war die 10 Tage bei meiner Mutter und hat sich auch sehr eng an sie gebunden. Er ist generell anhänglich und sehr sensibel, oftmals auch ängstlich. Schimpfen muss ich nicht, wenn ich ihn nur leicht böse anschaue oder nein sage sackt er förmlich zusammen und man kann Tage nichts mit ihm anfangen, weil er so eine Angst hat.
Bei meiner Mutter war er die Zeit komplett sauber.
Was kann ich machen, dass er wieder draußen macht? Kann ich ihn annimieren?
Achso, wenn ich seine Haufen entferne sage ich nichts zu ihm und tue so als ob alles ok ist. Er ist wenn er rein macht sowieso schon ängstlich und versteckt sich. Möchte ihn nicht noch bestärken

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 08.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    Sie haben ihn "immer bei sich", lassen ihn nie allein. Ihr Hund kennt es nicht und hat kein Trennungstraining erlebt. Klar, dass er als ängstlicher Hund sofort wieder in die Wohnung macht. Er hat Panik, Verlustängste. Dann kommt er zu Ihrer Mutter, bindet sich an sie, Mutter ist da - ein neuer Halt. Natürlich versteht er Ihren "bösen Blick" nicht, weil er nichts damit verknüpfen kann. Ihr Hund zeigt, dass ihm etwas fehlt: Urvertrauen, Schutz, Toleranz gegenüber Neuem, Fremden und ein Trennungstraining, das ihn sicher machen würde.
    Alles muss er sich errarbeiten und überstehen. Da er keine Vergleiche und keine Rituale kennt. ist er immer gespannt und unsicher - erst nachts kann er sich "lösen".
    Ehe ich hier einen Rat geben würde, würde ich zuerst mit Ihnen arbeiten, eine genaue Fallanalyse machen und Ihre Körpersprache Ihrem Hund gegenüber verbessern und trainieren. Der "böse Blick" muss raus - Gelassenheitstraining rein. Ich würde Ihrem Hund in jedem Augenblick körpersprachlich sagen, was er tun soll und ihn behutsam hinführen. Alles muss genau nachvollziehbar sein, damit er gelassener wird - das ist ein langer Weg!

    Draußen:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und er kann sich nicht entspannen - das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Es ist kein leichter Weg, aber er lohnt sich.
    Sie können sich morgen hier zum Chat anmelden, vielleicht haben Sie noch Fragen,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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