Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund pinkelt nach Umzug wieder rein

Kate schrieb am 20.12.2014
Angaben zum Hund: Chihuahua, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wir haben folgendes Problem. Wir sind vor zwei Wochen umgezogen. Seit dem macht unsere Hündin in die Wohnung sogar auf die Couch . Aber nur nachts und wenn sie mit unseren zweiten Hund alleine ist. Mittlerweile sperren wir sie nur noch ins Wohnzimmer ein da sie bellen tut und an der Tür kratzt wenn Jemand durch das Treppenhaus läuft. Sie hat sich verändert durch den Umzug. Ich hoffe sie können uns weiter helfen denn langsam wird es eklig. Wenn es nur der Fußboden wäre aber jetzt noch die Couch.

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Antworten(11)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 20.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Liebe Kate,
    das ganze hört sich für mich sehr nach Stress an. Sie beschreiben, dass Ihre Hündin auch sehr schnell bellt, sobald sie Geräusche hört. War das in der letzten Wohnung auch so? Oder hat sich die Geräuschkulisse geändert.
    Wie würden Sie Ihre Hündin beschreiben - eher ängstlich oder eher taff? Wie alt ist sie jetzt genau und wie ist Ihr Zweithund?
    Wäre es evtl. möglich, den Hund in Ihrem Zimmer schlafen zu lassen, oder ein paar Tage bei den Hunden im Wohnzimmer zu schlafen? Wenn Sie in der Nähe sind, könnten Sie den Auslöser vielleicht besser erkennen, auf jeden Fall könnten Sie erkennen, ob Ihre Hündin unruhig wird, weil Sie vielleicht raus muss.
    Selbstverständlich kann es bei dem Wetter auch eine Erkältung oder Blasenentzündung sein. Da Sie es aber nach dem Umzug festgestellt haben, würde ich eher auf Stress bzw. Angst tippen.
    Wäre schön, wenn Sie mir noch ein paar mehr Informationen geben könnten, damit ich Ihnen besser helfen kann.
    Liebe Grüße
    Gabriele Holz

  • Kate87
    Kate87
    schrieb am 21.12.2014

    Unsere Hündin ist schon immer ein guter Wachhund und schlägt bei jeden bisschen an. Sie knurrt auch wenn fremde die Wohnung betreten . Der zweihundert ist ihr Sohn da wir letztes Jahr Welpen bekommen hatten. Seit dem hat sie sich stark verändert und ist sehr aggressiv zu anderen Hunden. Rico ist komplett das Gegenteil sehr ruhig eigentlich traumhund. Luna war schon immer sehr ängstlich schon als Welpe . Die richtige Aggression kam mit dem Wurf. Sie schlafen zur Zeit bei uns mit sonst würde luna nur bellen und Knurren. Dieses Jahr kam unsere Tochter zur Welt da wurde es noch schlimmer. Mache mir schon Vorwurf ihr zu viel Freiraum gegeben zu haben. Wenn ich ehrlich bin glaube ich das sie sich als rudelführer gibt. Wenn Sie raus muss zeigt sie es uns an in dem sie vor der Wohnungstür steht. Sie blieb auch vorher Alleine aber seit dem wir jetzt in der Mitte wohnen hört sie natürlich alles . Aggressiv wurde sie auch noch mehr als mal unser Tico angegriffen wurde den beschützt sie und würde ihr eigenes Leben für ihn beenden. Ich habe große Angst das sie große Hund angreift und er Schnapp macht. Ich denke das sie alles nicht verkraftet hat ( Welpen dann kam finja und jetzt noch der Umzug) . Luna war mal lebenslustiger Hund der viel gespielt hätte jetzt ist sie vom Charakter wie eine alte Dame geht ungern raus und spielt auch nicht mit Tico was vorher Auch war. Ich weis einfach nicht mehr weiter . Ich lasse am Montag abklären ob sie krank ist wenn nicht gehe ich davon aus das sie ein physisches Problem hat.

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 21.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Kate,
    Sie erzählen, dass Luna sich nach der Geburt ihrer Welpen stark verändert hat. Wie verlief denn die Geburt? Könnte evtl. daher noch eine körperliche Veränderung resultieren? Ich finde es gut, dass Sie die Hündin noch einmal untersuchen lassen wollen. Lassen Sie auch nach Verspannungen in der Lendenwirbelzone sehen. Vielleicht hat sie ja Schmerzen. Schmerz kann immer auch ein Auslöser für Verhaltensänderungen sein.
    Scheinbar hat sich in Ihrem Leben ja viel in der letzten Zeit geändert. Neues Familienmitglied (herzlichen Glückwunsch :)), neue Wohnung, zweiter Hund. Machen Sie sich bitte keine Gedanken darüber, ob sie der Hündin zu viel Freiheit gelassen haben. Chihuahua wurden gezüchtet, um die Damen im Orient zu schützen. Zu dieser Aufgabe wurden Sie in den großen Ärmeln versteckt. Wurde Frauchen angegriffen, schossen sie hervor und bissen auch zu. Von daher sind sie eigentlich kleine wehrhafte Tiere. Wichtig ist für Sie, dass Sie deutlich die Führung in Ihrer Sozialgemeinschaft übernehmen. Die wichtigste Aufgabe der Führungspersonen ist der Schutz und die Sicherheit der anderen Mitglieder der Sozialgemeinschaft. Nehmen Sie diese Aufgabe ernst. Hat Luna vor irgend etwas Angst, klären Sie dies bitte ohne Hilfe Ihres Hundes. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass die Dinge harmlos sind, indem Sie zuerst dort hin gehen, die Dinge anfassen etc. Die schwierigste Aufgabe wird sein, selbst ruhig und gelassen zu bleiben. Aber Sie wissen ja selbst, dass unsere Emotionen ruck-zuck auf die Hunde übertragen werden. Dass Luna anzeigt wenn sie raus muss, ist doch eigentlich positiv. Dieses Verhalten würde ich sogar noch belohnen oder verstärken. Rudelführer zu sein ist nicht die spaßigste Aufgabe. Falls Ihr Hund meinen sollte, diese Aufgabe übernehmen zu müssen, dann bestimmt nicht, weil das so spaßig ist, sondern dann eher weil sie das Gefühl hat, dass diese Aufgabe sonst keiner haben möchte. Sollte das so sein, übernehmen sie fortan diese Aufgabe. Schützen Sie Ihren Hund, klären Sie die Situationen, vor denen Luna Angst hat, Bleiben Sie freundlich und verständnisvoll zu ihr. Übergeben Sie ihr Aufgaben, die sie erledigen darf und kann. Lassen Sie sie doch z.B. apportieren. Ich persönlich finde es toll, dass ich meine Hündin losschicken kann, damit sie mir meine Schuhe holt. :) Es gibt jede Menge Spiele, die sie mit Ihrer Tochter und ihren Hunden zusammen machen können, auch Spiele, die die Motorik der Kleinkinder stärken.

    Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören, was die Untersuchung ergeben hat.
    Bis dahin liebe Grüße
    Gabriele Holz

  • Kate87
    Kate87
    schrieb am 21.12.2014

    Die Geburt war nicht einfach für uns naja mit 6 Welpen war sie schon sehr überfordert aber habe sie in jeder Hinsicht unterstützt. Dann diese schlimme Aggression zu anderen Hunden macht das Gasse gehen nicht unbedingt Spaß da man mit der Angst lebt sie könnte tot gebissen werden. Wie bekomme ich das hin das sie nicht mehr so aggressiv ist ?

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 22.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Kate,

    beschreien Sie doch einmal genau, welches Verhalten Luna draußen zeigt. Versuchen Sie doch bitte auch einmal zu beobachten, welche Körperhaltung sie hat. Geht sie eher nach vorne? Sind die Ohren angelegt oder aufgestellt? Ist der Schwanz aufgerichtet oder beigezogen?
    Ich hatte schon befürchtet, dass die Geburt nicht einfach war. Die Größe der Chihuahuas kann da schon ein Problem sein. Und wie Sie wahrscheinlich aus eigener Erfahrung wissen, muss danach der Beckenboden wieder trainiert werden.
    Was hat denn die Untersuchung ergeben?

    Liebe Grüße
    Gabriele Holz

  • Kate87
    Kate87
    schrieb am 22.12.2014

    Hallo sie ist gesund also denke ich das sie uns zeigen will das sie nicht alleine sein will und sie Angst hat. Wenn wir auf ein Hund zu treffen geht der Körper nach vorne flescht die Zähne der Kamm steht oben und Schwanz in Angriff stellung. Und das bei jeden Hund . Mach ich sie von der Leine ab trifft es nicht auf jeden Hund. Sollte mal ein Hund nicht an der Leine seine von der Gegenseite mach ich sie ganz schnell ab das sie sich zur bot verteidigen kann und ich sie trennen kann falls es zur Eskalation kommt was auch schon vor kam . Ich steh meiner Hündin immer zur Seite wenn es darauf an kommt und denke selber nicht nach das der Fremde Hund mich angreifen könnte. Zu dem Zeitpunkt steht nur Luna zu retten. Luna weis eigentlich das ich immer da bin .

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 22.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Kate, ich bin mir sicher, dass Sie Ihre Hündin in jedem Fall verteidigen würden. Aber sieht das Ihre Hündin auch so? Vielleicht klingt das jetzt provokant, aber sie schreiben, dass Sie Ihre Hündin bei frei laufenden Hunden ableinen. Das ist im Grunde ja auch richtig. Luna kann dann ungehemmt kommunizieren und ggfs. flüchten. Ein deutliches Zeichen für Ihre Hündin wäre aber erst einmal, sich vor sie zu stellen, wenn andere Hunde kommen. Sie müssen ihr zeigen, dass Sie die Situation regeln, und Luna es nicht muss. Lese ich das richtig zwischen den Zeilen, dass Luna im abgeleinten Zustand friedlicher ist als angeleint? Führen Sie Ihre Hündin am Geschirr oder am Halsband? Nimmt Luna in solchen Situationen noch Leckerchen an oder ist sie nicht mehr ansprechbar?

    Liebe Grüße
    Gabriele Holz

  • Kate87
    Kate87
    schrieb am 22.12.2014

    Wenn Sie abgeleint ist greift sie nicht jeden Hund an , was an der Leine aber anders ist. Sie hat momentan ein Halsband dran weil ich sie da besser unter Kontrolle habe . Wenn ich aus sage dann wird sie ruhiger aber da muss ich Krallen dann hört sie auch und knurrt nur noch. Sie hat Angst vor fremden Hunden. Es darf auch keiner an ihr schnuppern entweder schnappt sie zu oder zieht Schwanz ein und zieht sich zurück.

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 23.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Guten Morgen,
    das hört sich ganz so an, als ob Luna die Leine negativ empfindet. Vielleicht weil sie da keine Fluchtmöglichkeit sieht. Versuchen Sie es doch bitte noch einmal mit einem Geschirr. Es gibt inzwischen auch Geschirre, die auf dem Rücken und an der Brust einen Ring für die Leine haben. Diese erhalten Sie zu Beispiel im TTouch-Shop. Dadurch können Sie Luna noch umlenken, nehmen aber den Druck vom Hals. Bestätigen Sie dann jedes positive Verhalten gegenüber anderen Hunden, loben Sie sie, geben Sie Leckerchen, wenn sie andere Hunde sieht und ruhig bleibt. Ich werfe auch gerne Leckerchen auf den Boden zum Suchen, zu einen vermittelt dann Ihre Hündin dem anderen Hund, dass sie friedlich ist, zum anderen nehmen Sie die Spannung aus Luna. Und wie gesagt, versuchen Sie das Selbstbewusstsein Ihrer Hündin zu stärken und Ihre Führung auszubauen. Machen Sie Hütchenspiele, Apportierspiele, Intelligenzspiele oder Suchspiele mit ihr. Jede erfolgreich gelöste Aufgabe stärkt das Selbstbewusstsein. Und ein selbstbewusster Hund hat es nicht nötig aggressiv zu sein. Stellen Sie ihr Herausforderungen, indem Sie sie über Bäume balancieren lassen, über Holzbrücken oder Hängebrücken, über wackelige Bretter oder ähnliches. Je mehr Vertrauen sie in Sie hat, desto mehr wird sie Ihnen folgen und Ihnen die Führung überlassen.

    Ich wünsche Ihnen frohe Festtage.
    Liebe Grüße
    Gabriele Holz

  • Rolli
    Rolli
    schrieb am 21.10.2015

    Hallo, ich habe auch ne frage . Es geht um den Hund von meinem Sohn. Mein Sohn zog in neue Wohnung mit Yorkshire 1o Jahre. Da beide arbeiten . War er es gewöhnt tagsüber in sein hundeklo zu pinkeln. Doch nun nach dem Umzug , er bekam auch ein neues hundeklo , geht er nicht mehr rein in sein Klo, so wie bisher, dafür pinkelt er Sofa, leisten ...an .. Was können wir tun, damit er wieder in sein neues Kilo tagsüber geht . Liebe Grüße

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 22.10.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    vielleicht waren es zu viele Neuerungen. Neue Wohnung, neuer Platz für das Hundeklo, neues Hundeklo, neue Geräusche, neue Gerüche ...
    Ich würde vorschlagen, zuerst einmal das alte Hundeklo wieder zu reaktivieren.
    Dann muss die Sauberkeitserziehung wieder von vorne trainiert werden. Das geht mit Sicherheit schneller als beim ersten Mal, aber ich würde den Hund wieder nach dem Fressen, nach dem Schlafen und nach dem Spielen zum Hundeklo führen und ihn dann loben, wenn er seine Geschäftchen dort verrichtet.

    Wie lange ist der Hund denn tagsüber alleine?

    Vielleicht ist es ja auch eine Option einen Hundesitter zu finden oder zumindest jemanden, der tagsüber mal mit dem Kleinen spazieren geht.

    Es sollte auf jeden Fall auch bedacht werden, dass durch den Umzug sich auch die Geräusche von außerhalb verändert haben und dies beim Hund auch Stress auslösen kann. Dieser Stress kann sich auch in Unsauberkeit äußern.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

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