Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Leinenführung

  
Kim5099 schrieb am 21.04.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Ich liebe meine Hunde über alles allerdings haben wir uns kürzlich eine Deutsche Blau Dogge geholt und diese zeigt überhaupt kein benehmen an der Leine ich als 18 Jährige azubine in der Altenpflege hätte gemeint ich habe die Kraft um sie zu kontrollieren aber dem ist nicht so. Jeder Spaziergang ist ein Albtraum sie meine selbst wenn nichts in sichtbarer und hörbare Umgebung ist an der Leine ziehen zu müssen als ob ihr Leben davon abging. Ich weiß nicht mehr weiter ich liebe meine beiden Mäuse und würde sie niemals weggeben aber ich möchte nach der Arbeit einen gemütlichen Spaziergang mit beiden machen können ohne das mir halber der Arm ausgerissen wird. Danke für die Hilfe im voraus. 😀

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 21.04.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Kim,
    wenn man mit Kraft einen Hund halten muss, läuft schon was schief.
    Nehmen Sie zur Not die Leine in beide Hände.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE der Hündin folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hündin richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück. Nehmen Sie dazu noch die Energie dazu, die Sie bekommen, wenn Sie umdrehen und zügig weggehen.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal. Konsequenz ist, auch in diesem Fall, sehr wichtig!
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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