Was tun, wenn Hunde andere Hunde anbellen?

  
eyleen joan_becker schrieb am 18.04.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


ich heiße Eyleen und zusammen mit meinem Freund Tim haben wir zwei kleine Hunde. (Fussel im September wird er 2) ein Bichon-Zwergspitz und Balu (im Dezember 4) ein Malteser-Chihuahua.


Wir waren an Ostern mit den Eltern meines Freundes an der Ostsee (unbekannte Umgebung für unsere Hunde). Wir haben dort viel mit Fussel geübt keine anderen Hunde anzubellen. Es hat mega gut funktioniert. Wir haben mit ihm geredet bzw. ihn gelobt und wenn er nicht gebellt hat gleich ein Leckerlie gegeben. Manchmal hat es sogar ohne dass wir geübt haben von alleine bei Fussel funktioniert und Balu. Wir haben uns mehr auf Fussel konzentrierst, da Balu einfacher zu handhaben ist. Balu hat auch sehr wenige Hunde angebellt.
An Ostern und an der Ostsee waren die Hunde aber auch sehr gefordert und definitiv ausgelastet, zuhause bieten wir ihnen so gut es geht die Möglichkeit sich auszulasten, körperlich sowie kognitiv, aber manchmal kommt es leider auch zu kurz. Je nach Wetter und Arbeit etc.


Zuvor haben wir Zuhause vieles verschiedenes ausprobiert (Stehenbleiben, ablenken, spielen, schreien, nein sagen und und und…) nichts hat je geholfen. Auch die Tipps unserer damaligen Hundetrainerin nicht (Leckerlie, ablenken etc.). Jetzt nach Ostern und wieder zu Hause fängt das Spiel wieder von vorne an und beide bellen andere Hunde an. Sie sind aber nicht aggressiv oder Ähnliches. Wenn sie dem Hunden Hallo sagen dürften, würden sie schnuppern und wollen spielen.


Alleine ist das kein Problem, wenn wir jedoch mit beiden gleichzeitig gehen ist es eine Katastrophe. Mein Freund und ich sind verzweifelt und es ist leider auch unangenehm. Sobald es im Privaten klingelt oder der Nachbarshund oder ähnliche Geräusche im Treppenhaus sind wird ebenfalls gebellt. Bitte wir brauchen Hilfe

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 21.04.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    das ist ein Führungsproblem. Wenn hier HUnd steht, gilt das für beide.
    wAb sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ , wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund nicht an und Sie vermeiden es, dass ein Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht/Unsicherheit ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es ist toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt!
    Zu den anderen Problemen an der Tür und bei Geräuschen finden Sie zahlreiche Artikel und Ratgeber auf meiner Homepage www.hundimedia.de.
    Schauen Sie sich den Film mit der Klapperdose für Geräusche im Haus an, das klappt bestimmt.
    Viel ERfolg und viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt


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