Umgang mit anderen Hunden

  
hasehase59@gmx.de schrieb am 10.12.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unser 9 Monate alter berner Sennen Rüde knallt vollständig durch, wenn er andere Hunde sieht. Er rennt - läßt man ihn los - mit großer Wucht auf sie zu, bleibt aber friedlich. Wenn man ihn nicht losläßt setzt er seine gesamte Kraft ein um wegzukommen, was einschließlich hochspringen usw. eine Halterin an ihre körperlichen Grenzen führt.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 30.12.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, sie müssen jetzt ein neues Verhalten für Begegnungssituationen aufzutrainieren. Ein Alternativverhalten welches sie dann beim Hund abrufen können. Er muß lernen, daß SIE bestimmen, ob er zu anderen Hunden hindarf oder nicht und daß er sie vorher "fragen" muß.
    Ihr Hund muß deshalb lernen sich an ihnen zu orientieren. Er soll lernen, das ab sofort ein Hund die Ankündigung für ein bestimmtes Verhalten ist, welches er zeigen muß.. Z.B. du siehst einen Hund, drehe dich zu mir um und du wirst dafür belohnt. Womit der Hund belohnt wird, ist egal. Das kann ein tolles Leckerchen sein, eine Streicheleinheit oder ein kleines Spiel. Es muß dem Hund nur suuuuuper gut gefallen, so daß er sich ihnen zuwendet. Und dieses Verhalten müssen sie jedesmal einfordern. Sprechen sie ihn an, belohnen sie ihn und wählen sie anfangs die Distanzen so groß, daß er sich ihnen auch zuwenden kann.
    Wenn der Hund dann von sich aus zu ihnen Kontakt aufnimmt, können sie schrittweise die Distanz zum anderen Hund verringern.
    Er soll lernen andere Hunde sind super toll, denn er bekommt immer etwas tolles, wenn er sich zu ihnen wendet und die anderen ignoriert.
    Irgendwann kommen sie auch ohne den ganzen "Aufwand" an anderen Hunden vorbei und ein "Fein/super" genügt als Belohnung. Er kann sich später auch neben sie setzen oder vor sie, das ist egal und entscheiden sie nach Situation.
    Anfangs wird der Hund auf geringe Distanz nur sehr schwer oder gar nicht, das gewünschte Alternativverhalten zeigen können. Dies ändert sich mit stetigem Training.
    Ob es dann später ein Spiel mit dem anderen Hund gibt oder nicht, ist für das Training unwichtig.
    Falls sie Hilfe benötigen für ihr Training, finden sie nützliche Tipps z.B. in diesem Buch : Hund trifft Hund: Entspannte Hundebegegnungen an der Leine von Katrien Lismont
    Begegnungstraining kann man anfangs auch sehr gut auf einem Hundeplatz unter Anleitung trainieren. Dort können alle Situationen gestellt werden und sie können die ersten Schritte unter Anleitung trainieren, damit sie dann im Alltag sicher sind. In ihrem Falle wären Hilfsmittel wie z.B. ein Halti, Canny Collar etc hilfreich um dem Hund körperlich gewachsen zu sein. Diese sollten Sie beim ersten Mal unbedingt unter fachmännischer Anleitung benutzen, denn bei unsachgemäßer Verwendung können sie dem Hund damit durchaus auch Schaden zufügen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter https://www.hundeschulen.de/

    Viel Erfolg beim Training.
    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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