Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund macht Theater, wieso?

  Niedersachsen
Gandhiund Shanu schrieb am 08.08.2017   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Dobermannmischling, männlich, kastriert, Alter 4-10 Jahre

Wenn ich mit meinem Hund rausgehe ( 8J.), und uns kommt ein anderer Hund entgegen,oder er sieht ihn nur von weitem, macht Theater ohne Ende. Er reißt an der Leine, bellt,stellt die Haare auf. Er ist ein Dobermannmischling und hat dementsprechend Kraft. Seinetwegen wäre ich öfter schon fast hingefallen. Ich hab es mit Ablenkung durch Leckerlie und Spielzeug, schimpfen und ignorieren probiert.
Aber er ist dann total fixiert und stur. Wie kann ich dieses Verhalten wegtrainieren??
Wenn er ohne Leine ist, ist sein Verhalten anders.
Er stellt auch die Nackenhaare erstmal auf,läßt sich nicht wegrufen, es wird sich dann vorsichtig beschnüffelt, und wenn sein gegenüber freundlich ist,wird gespielt. Was vielleicht noch wichtig zu wissen ist, er ist kastriert und hat auch sonst einen starken Jagttrieb. Dabei läßt er sich auch nicht zurückrufen. 😡

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.08.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (4)

    Hallo,
    Ablenken oder schimpfen ersetzt nicht eine souveräne Führung.
    Das Problem liegt wahrscheinlich, wie in den meisten Fällen, an der fehlenden Leinenführigkeit. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und der Hund muss nicht regeln wenn z. B. ein anderer Hund kommt.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von Ihrem Hund wohin ziehen, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. Wenn er zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.
    Das sichere Heranrufen üben Sie am besten mit einer Schleppleine, die Sie am Geschirr oder Halsband befestigen. Üben Sie dann gezielt, indem Sie immer wieder rufen und den Hund, wenn er nicht kommt, sanft zu sich herziehen. Dann bekommt er ein Leckerchen und wird sofort wieder laufen gelassen. Wenn er kommt, ohne dass Sie ihn ziehen müssen, lassen Sie Ihr Ende der Leine auf dem Boden so dass er frei läuft, Sie aber immer noch als Notbremse auf die Leine treten können. Lassen Sie den Hund aber IMMER zu sich herkommen, laufen Sie ihm nicht hinterher oder locken ihn sonst müssen Sie immer wieder mit dem Training von vorne anfangen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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