Tierschutzhund in der Stadt überfordert

  
Djiji schrieb am 13.05.2017   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
Erst einmal danke, dass Sie so etwas hier anbieten!
Ich habe derzeit einen Pflegehund aus dem Tierschutz bei mir. Er ist seit ca 5 Monaten hier, hat mittlerweile die grundkommandos gelernt und kann auch problemlos an der Leine laufen.
Wir haben es auch geschafft, dass er in der Stadt nicht mehr so ängstlich ist wie am Anfang.
Nun sind vor zwei Wochen ein paar Motorradfahrer mit lauten Maschinen an uns vorbei gefahren und er hat sich erschrocken. Seit dem ist wieder jeder Weg, auf dem uns auch nur ein Auto entgegen kommt, schlimm für ihn.
Wir fangen also quasi wieder bei 0 an. Bzw. bei -50.
Er läuft mit eingezogener Rute, gesenktem Kopf und ist sehr ängstlich.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir vielleicht den ein oder anderen Tipp geben könnten, wie ich ihm die nötige Sicherheit vermitteln kann.
Ich habe das Gefühl, als wäre es schlimmer geworden.
Vielen Dank im voraus!

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 25.05.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo ihr Hund hat sicherlich in seinem früheren Leben viel durchgemacht. Das werden sie auch mit viel Mühe leider nicht alles gelöscht bekommen.
    Bei solchen tiefsitzenden Ängsten sollte man überlegen, ob man noch andere Möglichkeiten in Betracht zieht, um im Training vorwärts zu kommen.
    Man kann mit homöopathischen Mitteln, Bachblüten, pflanzlichen Angstlösern oder auch wenn es gar nicht anders geht medikamentös unterstützend helfen.
    Wenn ein Hund in bestimmten Situationen großen Stress hat, dann kann er gar nicht lernen, diese Situation als "unbedrohlich" einzustufen.
    In ihrem Falle wäre es also zuerst einmal wichtig, den Hund jetzt wieder aus dieser Spirale herauszuholen, damit man ein Training in diese Richtung beginnen kann.
    Damit sie vorwärts kommen bei der Lösung ihres Problemes, würde ich ihnen empfehlen sich hier Hilfe bei einem Hundetrainer mit der Zusatzausbildung zum Verhaltensberater zu holen. Denn man muß hier genau schauen, was für ihren Hund geeignet ist und wie man das Training gestaltet, damit der Hund es überhaupt bewältigen kann. Es bringt ja nichts hoch gesteckte Trainingsziele anzuvisieren, die gar nicht machbar sind.
    Adressen für Hundetrainer finden Sie z.B. auf den Seiten des BHV unter www.hundeschulen.de oder auf der Seite
    der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin
    und -therapie – GTVMT unter http://www.gtvmt.de/

    Ich finde sie haben schon eine tolle Arbeit geleistet und sind auf einem guten Weg. Leider ist ihr komplexes Problem aber online pauschal so nicht zu beantworten.


    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick
    zertifizierter Hundetrainer/Verhaltensberater IHK/BHV

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