Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund bellt andere Hunde an

Lotta_05 schrieb am 19.05.2016
Angaben zum Hund: Mischling, weiblich, kastriert, Alter 3-12 Monate

Wir haben seit 3 Wochen eine 6 Monate junge Mischlingshündin aus einer Tötungsstation in Spanien. Wenn wir einen anderen Hund sehen, fängt sie an zu bellen, sodass ich nicht mehr zu ihr durch dringen kann. Ich versuche ihr klar zu machen, dass ich die Situation regle. Wenn der andere Hund auch noch zu uns kommt, dann zieht sie den Schwanz ein und kommt zwischen meine Beine, ich schütze sie dann und versuche den anderen Hund zu vertreiben. Mit unserer Ersthündin hatte sie von Anfang an keine Probleme. Und auch in der Hundeschule sucht sie erst Schutz, spielt dann aber bereits nach einiger Zeit mit ausgewählten Hunden- bei manchen bleibt die Angst aber bestehen.
Wie gehe ich vor? Mein Ziel ist es, dass sie ruhig ist, wenn ein anderer Hund kommt. Das Resozialisieren passiert in der Hundeschule. Ich habe bei den Spaziergängen auch noch meine andere Hündin und mein Kleinkind dabei, das meist laufen will. Einfach auf die Schnelle aus der Situation raus ist also meist nicht möglich.

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Antworten(4)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 22.05.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, wie versuchen sie ihr klar zu machen, dass sie die Situation regeln?
    Dies ist die Hauptfrage, die noch im Raum steht.
    Was bieten sie ihr an, damit sie aus der Situation herausfindet?
    Wie wird sie in der Hundeschule resozialisiert?
    Mit ein paar mehr Informationen kann man dann vielleicht auch noch weitere Tipps geben, wie sie ihr Problem lösen können.

    Viele Grüße S. Kutschick
    zertifizierter Hundetrainer/verhaltensberater IHK/BHV

  • Lotta05
    Lotta05
    schrieb am 23.05.2016

    Vielen Dank für die Antwort!
    Ich stelle mich immer vor sie und bleibe souverän und ruhig. Generell lasse ich sie nur neben oder hinter mir laufen, sodass ich immer zuerst agieren kann. Wenn sie dann bellt, stehe ich vor ihr und mache ein "Pssst", meist dazu ein kurzer Stupser an die Seite, nichts dolles, nur um Ihre Aufmerksamkeit zu kriegen. Wenn wir einen Hund sehen, versuche ich Leckerlis zu verabreichen, solange sie ruhig ist. Auch nach dem Gebell bekommt sie welche, wenn sie sich beruhigt hat.
    Als Alternativverhalten versuche ich ein "Fuß" einzufordern. Klappt aber noch nicht so gut, weil sie einfach nicht mehr ansprechbar ist.
    In der Hundeschule darf sie frei spielen, das versuche ich mehrmals wöchentlich zu machen. Nur mit verträglichen Hunden. Das klappt sehr gut. Wenn sie die Hunde lang genug beschnüffeln und kennen lernen kann, ist das auch unproblematisch. Aber dazu sind auf manchen Spaziergängen an der Straße z.B. oder weil andere Besitzer keine Zeit/Lust haben, einfach nicht die Möglichkeiten vorhanden. In diesen Momenten soll sie eben ruhig geführt werden können.

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 23.05.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, vielen Dank für die Erläuterungen.
    Ich würde ihnen empfehlen den "Stress" noch weiter aus der Situation herauszunehmen.
    Lassen sie das Gestubse in den Hund einfach sein. Es ist ein taktiles Signal, welches ihre anderen Signale überlagert. Ansprechen ist korrekt, Alternative (Leckerli) anbieten - alles soweit richtig. Wenn das Leckerli nicht gut genug ist, was mag sie vielleicht noch mehr? Spielzeug? Streicheleinheiten? Wenn sie dann trotzdem bellt, hier liegt der Fehlerteufel im Details. "Auch nach dem Gebell bekommt sie welche, wenn sie sich beruhigt hat." - hier belohnen sie das Gebelle!!! Bellen lohnt sich, lernt die Hündin. Also sie bekommt Leckerchen/Belohnung nur wenn sie leise war. Sonst hat sie Pech! Auch nach dem Gebell bekommt sie welche, wenn sie sich beruhigt hat.
    Fuß ist eine schwere Aufgabe, wenn sie noch so unsicher ist. Sie könnten erst einmal versuchen sie sitzen zu lassen und sie soll sie dabei anschauen ( oder das Leckerchen .-) ) . Später, wenn das eigentliche Problem gelöst ist, können sie natürlich das Fuß einfordern.
    Sozialpartner für ihren Hund sind SIE. Die Hündin soll nur lernen, dass andere Hunde da sein dürfen. Sie muß! aber keinen Kontakt zu ihnen aufnehmen. Sie hat ja einige Spielgefährten, das reicht.
    Ich würde in der Hundeschule das Augenmerk eher darauf legen, dass die Hündin lernt, ihnen zu vertrauen, wenn andere Hunde kommen. Nämlich, dass sie sie beschützen ( sie erlauben keinen Kontakt, wenn es die Hündin nicht möchte). Sie soll lernen, andere Hunde sind da, ABER Frauchen passt auf, dass sie mir nicht zu nahe kommen. Ich kann jetzt entspannt zu Frauchen schauen und meine Belohnung abholen. Ich brauche nicht mehr zu bellen.
    Trennen sie die Spielstunde ab. Entweder Spiel (da würde ich aber nur die Hunde nehmen, bei denen sie keine Unsicherheit zeigt) oder Training. Dann gibt es aber keinerlei näheren Kontakt.
    Testen sie aus, bei welchen Distanzen die Hündin ruhig bleibt, beginnen sie an dem Punkt mit dem Training, dann verkürzen sie so nach und nach die Distanz.


    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick
    zertifizierter Hundetrainer/Verhaltensberater IHK/BHV

  • Lotta5
    Lotta5
    schrieb am 23.05.2016

    Vielen Dank für Ihre Tipps!
    Ich werde das ab morgen einfach mal versuchen und eine Weile allein mit ihr trainieren. Gerade bei 2 Hunden entsteht oft eine Gruppendynamik und einer pusht den anderen wieder hoch, obwohl meine Ersthündin keine Pöblerin ist, lässt sie sich dann manchmal auch anstecken.

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