Hündin hat große Angst vor Spaziergang, was tun?

  
Farifuchs schrieb am 16.02.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage


Wir haben seit 5 Monaten eine Hündin aus Rumänien. Wenn ich ihr das Halsband oder Geschirr anlege und sie merkt dass es nicht in den Garten sondern zum Spaziergang geht, fängt sie an zu zittern und klemmt den Schwanz ein. Wir müssen sie regelrecht hinter uns herschleifen. Es wird einfach nicht besser, noch nicht mal ein wenig. Wir haben sie zwischendurch auch ein paar Tage nur in den Garten gelassen, damit sie etwas zur Ruhe kommt. Zwei Tiertrainer haben wir durch, sie konnten nicht helfen. Jetzt kommt der Dritte. Beim Tierarzt ist sie untersucht worden, alles ok. Nach 5 Monaten sind wir jetzt wirklich verzweifelt und hoffen, dass uns jemand helfen kann.


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Antworten(3)
  • Marie-Louise Kretschmer
    Marie-Louise Kretschmer (Hundetrainer)
    schrieb am 16.02.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo, wie gestalten Sie denn den "Spaziergang". Wohin geht es denn dann? Auf die Straße? In den Park? Muss sie an Geräuschen vorbei?
    Hinterherschleifen ist sicherlich nicht das Mittel der Wahl.
    Welche Empfehlung haben Ihnen die Hundetrainer gegeben und wie haben Sie diese umgesetzt? Bitte noch einige Infos.
    Viele Grüße aus Wiesbaden
    Marie-Louise Kretschmer
    www.Hundeausbildung-naturnah.com

  • Farifuchs
    Farifuchs
    schrieb am 17.02.2022

    Hallo Frau Kretschmer,
    vielen Dank für Ihre Antwort. Das Hinterherschleifen ist auch nicht unser Mittel der Wahl und es ist schrecklich. Die andere Alternative wäre, dass wir seit 5 Monaten nicht raus können. Als wir sie bekommen haben, sind wir ca. 10 Tage nur in den Garten gegangen.Dann sind wir ein paar Schritte raus, dann etwas mehr.Sie ist von Anfang an nicht sehr gut gelaufen, das hat sich aber immer mehr verschlechtert, bis wir am jetzigen Punkt angekommen sind. Wir müssen ein Stück an der Straße laufen, dann an einer Schule und einem Kindergarten vorbei.Ich versuche mit ihr zu laufen, wenn gerade keine Pause oder Schulschluss ist. Wenn wir das geschafft haben, haben wir Wiesen und einen Wald. Aber bis wir da sind, ist sie natürlich unglaublich gestresst und läuft dann auch nicht besser. Da sie auch große Angst vor dem Autofahren hat, ist es schwierig zu einem ruhigen Ort zu fahren. Mit Rücksprache des Tierheimes und unserer Tierärztin habe ich sie ins Auto gehoben und wir sind ca.5 Minuten zu einem Waldweg gefahren. Das haben wir ca. 4 Mal gemacht. Aber durch das Autofahren war sie so sehr gestresst und ängstlich, dass sie auch dort nicht gelaufen ist.
    Die Empfehlungen der Hundetrainer waren folgende:
    - wenn sie nicht läuft, auch stehen bleiben
    - wenn sie nicht läuft einfach weitergehen
    -immer wieder "komm " sagen
    -gar nichts sagen
    -mit Leckerchen locken
    -sie gar nicht beachten
    -sie ganz viel loben
    -alleine gehen
    -mit der ganzen Familie gehen
    wir haben alles ausprobiert. Wenn wir stehen bleiben, könnten wir Stunden dort stehen. Sie geht einfach nicht. Ob wir komm sagen oder gar nichts, macht keinen Unterschied. Leckerchen nimmt sie natürlich nicht, weil sie so gestresst ist und Angst hat.
    Das Fazit der Hundetrainer, sie können nicht mehr weiterhelfen und wir müssen viel Geduld haben. Das war uns auch ohne Trainer klar, und Geduld haben wir seit 5 Monaten. Wir würden unserer Hündin so gerne helfen, aber wir wissen nicht wie.
    Freundliche Grüße

  • sabine_böhme
    sabine_böhme
    schrieb am 20.02.2022

    Guten Tag, ich habe fast das gleiche Problem mit meinem Hund wie Fam. Farifuchs. Ich habe seit Mai 2020 einen Hund (über den Tierschutz) aus Rumänien. Unabhängig davon, dass ich die Information bekam, der Hund wird nur 40 cm hoch, ist er jetzt eindeutig so groß wie ein Herdenschutzhund und sieht aus wie ein Kuvasz. Er war damals ca. 6 Monate alt. Es hat Wochen gedauert, bis er überhaupt wusste, was Spazierengehen ist. Er war immer sehr unsicher und mega empfindlich, was Geräusche angeht. Letztes Jahr im Febr. hat er einen Hormonchip bekommen, dadurch wurde er etwas ängstlicher. Weil ich auch nicht wußte, ob die Kastration das Richtige ist, war ich dann von August bis Nov. 3x beim Tierarzt, der mir dann aber zu einer Kastration geraten hat. Beim Trainer war ich auch schon oft. Seit der Kastration und den Geräuschen, die dann mit Silvester (ja, auch wenn es für uns vermeintlich nicht so viel war) erkenne ich meinen Hund nicht wieder. Er geht im Dunkeln gar nicht mehr raus und tagsüber auch nur in die Richtung, in die er will. Ansonsten bleibt er einfach stehen oder sitzen. Bei jedem Geräusch unterwegs schreckt er jedoch zusammen. Männer werden oft auch angeknurrt. Ich habe auch bereits alles versucht und versuche auch, so viel Geduld wie möglich zu haben. Teilweise zerre ich ihn dann aber auch weiter, weil man auch nicht ewig die Zeit hat, stundenlang stehen zu bleiben und der Hund ja auch muss. Ich habe auch verschiedene Hundesitter, die mittags mit ihm eine kleine Runde rausgehen und ab und zu ist er in der Hundetagesstätte, das findet er ganz toll und dort ist es unauffällig. Bislang habe ich immer gedacht, dass die Hunde in Rumänien, die ja von den großen Tierschützern aufgefangen werden, immer gut behandelt werden. Aber der Tierarzt sagte neulich, dass diese Ängste im Ursprung stecken.....Ich versuche jetzt seit Anfang Nov, diese Geduld für alles aufzubringen. Jedoch ist es im alltäglichen Leben auch nicht einfach, wenn der Hund abends nicht mehr rausgeht, und dann oft nachts unruhig ist, weil er natürlich muss. Und dann natürlich auch früh raus muss........ Gibt es hier eine Beobachtung, dass die Probleme vermehrt die Tierschutzhunde haben?
    Vielen Dank und viele Grüße...

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