Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund pinkelt vor Angst

billy2009 schrieb am 27.11.2015
Angaben zum Hund: DHL Schäferhund, männlich, nicht kastriert, Alter 0-3 Monate

bin total ratlos. Habe seit drei Wochen einen wunderbaren Schäferhund Welpen. Er ist jetzt 12 Wochen. Er war bis Dienstag ein wunderbarer gehorsamer und gelehriger Hund.
Er machte schon Sitz, Platz, gab Pfötchen. An der Leine und mit der Stubenreinheit ist es noch nicht so perfekt. Ich war am Dienstag zum Impfen, habe ein Mittel für sein ständiges jucken bekommen. Dieses Mittel ist in einer Sprühflasche, wir mussten mit zwei Leute den Hund einsprühen, die Tierärztin hat gesagt, dass es nur kalt ist. Aber unser Hund hat sich tierisch gewehrt. Wenn ich ihn jetzt rufe, ob zum Gassi gehen, sein Futternapf hinstelle, oder nur spielen will, pinkelt er mehrmals in die Wohnung, sein Schwanz zieht er total ein, er versteckt sich unter den Tisch. Kann es an diese Sprühflasche liegen ? und wie kann ich das Vertrauen wieder herstellen, was wir seit Anfang hatten. Bitte helfen sie mir....Danke

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 27.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    Ihr Hund hat nicht Angst, weil es kalt ist, sondern wegen des Sprühens. Hunde haben keine Wärmerezeptoren auf der Haut.
    Sicherlich haben sie schon mitbekommen, dass einige Trainer meinen, einen Hund mit einer Sprühflasche maßregeln zu müssen. Und genau dieses Gefühl hatte Ihr Hund. Leider.
    Geben Sie die Flüssigkeit in die Hand und verreiben Sie diese auf dem Hund, wenn Sie ihn streicheln. Das er momentan aus Angst unter sich laufen lässt, ist normal und er zeigt hiermit in höchster Form Demut. Lassen Sie ihm jetzt etwas Zeit. Bedrängen Sie ihn jetzt erst mal nicht. Warten Sie, bis er wieder auf Sie zukommt. Stellen Sie ihm sein Futter hin und rufen Sie ihn erst einmal nicht. Wenn er Hunger hat, wird er fressen. Setzen Sie sich öfter auf den Boden und warten Sie, ob er Kontakt aufnimmt. Je weniger Sie ihn im Moment bedrängen, desto schneller wird er diese Situation überwinden. Ich kann nachfühlen, wie schrecklich das jetzt für Sie ist. Aber je weniger Druck Sie aufbauen, umso schneller wird das Verhältnis wieder normal.

    Beginnen Sie dann, wenn Ihr Hund wieder Vertrauen hat, mit einem Medical Training. Versuchen Sie zu erreichen, dass sich Ihr Hund überall anfassen lässt und er das auch toll findet. Belohnen Sie ihn reichlich dabei. Erzählen Sie ihm, was Sie machen, z.B. Zähnchen zeigen, oder Öhrchen putzen etc. Machen Sie nur so viel, wie es Ihr Hund erträgt. Sobald er weg möchte, lassen Sie ihn. Erziehung geht nur über Vertrauen. Wenn Ihr Hund Ihnen vertraut, wird er alles mit sich machen lassen.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    www.wolf-inside.de

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