Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Der Hund bellt andere Menschen aus

  Hessen
Piepmatz schrieb am 10.07.2016   Hessen
Angaben zum Hund: Mischling, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Hund bellt andere Menschen im Dunkeln auf der Straße aus. Im Haus, bellt er und lässt sich nicht anfassen. Wenn sich ein Besuch bewegt, knurrt er

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 18.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    Ihr Hund hat gar kein Vertrauen in Sie, dass sie ihn beschützen und führen können. Deshalb verbellt er alles, was sich bewegt und läßt sich nicht anfassen. Hunde aus dem Tierschutz/Ausland reagieren oft so.
    Erster Schritt für draußen:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film:
    Drinnen:
    Ab sofort ist Ihr Hund bei Besuch an der Leine neben Ihnen. keiner beachtet ihn, spricht ihn an oder schaut zu ihm. Er ist HINTER Ihren Füßen, sowohl bei der Begrüßung als auch die ganze Zeit. Er lernt, dass Sie Ihre Sachen selbst regeln.
    Wenn Sie ihn zu früh von der Leine lassen, wird er zubeißen.
    Bauen Sie Vertrauen auf, lassen Sie sich ein Vierteljahr Zeit, überstürzen Sie nichts.
    Gewöhnen Sie ihn an einen Maulkorb. Wenn er Menschen beißt, haben Sie verloren!
    Bleiben Sie stur und Tapfer!
    Inge Büttner-Vogt










    „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.

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