Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Angsthund

  
bergulme schrieb am 30.03.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Guten Tag,
seit Ende August 2019 habe ich eine 6jährige Chihuahuahündin aus dem Tierschutz. Man hat mir beim Kauf gesagt, dass ich sehr viel Geduld mit der Hundedame haben müsste. Sie trug ein Sicherheitsgeschirr als ich sie beim Tierschutz holte, in dem
sich die Hündin andauernd verhedderte, die Vorderfüsse waren morgens dort, wo eigentlich der Hals sein mußte und sie war total gefesselt.
Ich habe dann das Geschirr ausgezogen und seit dieser Zeit spürt die Dame ihre Freiheit. Ich habe ein Haus mit Garten, also ausbüchsen kann sie zum Glück nicht. Sie geht zwar im Abstand an mir vorbei, geht auch mit in den Garten und ist sehr neugierig, wenn ich aus ihrem Blickwinkel verschwinde, aber anfassen lässt sie sich keinesfalls. Sie kennt nichts, schreckt im Garten vor vielen Dingen, die sich bewegen, zusammen. Sie wurde aus einer Vermehrerzucht in der Slowakei befreit und ich bin froh, sie nun bei mir zu haben.
Wie kann ich der Kleinen helfen, sich und mir zu vertrauen ? Bestechen mit Leckerlis läßt sie auch nicht, da hungert sie lieber. Ich möchte sie meinem Tierarzt einmal vorstellen, aber ohne sie mit Gewalt einzufangen. Gewalt wäre für diesen kleinen Hund nicht die richtige Vorgehensweise. Er würde noch ängstlicher. Was tun ? Ich weiß keinen Rat und bitte um Hilfe. Vielen Dank.

A.Huppert

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 03.05.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, ja, ein Hund, der so viel Angst vor Menschen hat, da muss man wirklich viel Geduld haben. Lassen Sie den Hund kommen, drängen Sie sie zu nichts. Bewegen Sie sich bitte nicht frontal auf sie zu, blicken Ihr nicht direkt in die Augen. Beugen Sie sich nicht über den Hund. Gehen Sie in Hocke mit der Körperfront vom Hund abgewandt und zeigen Ihr ein für den Hund tolles Leckerchen. Sie muss ja erst einmal lernen, daß Sie Ihr nichts Böses wollen und dann versuchen Sie in Minischritten, sie anzufassen, so daß es für sie normal wird Berührung zuzulassen. Jeden Tag ein wenig mehr. Es dauert wahrscheinlich sehr lange. Alles, was der Hund mit Ihnen erlebt sollte positiv sein,

    Viele Grüße aus Düsseldorf
    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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