Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

ständig am bellen

  Hessen
sunny87 schrieb am 05.08.2015   Hessen
Angaben zum Hund: terriermix, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Guten morgen,
wir haben einige probleme mit unseren hunden,was das bellen betrifft. mir wäre es wichtig eine lösung für das bellen in der wohnung zu finden. antibellhalsbänder hatten wir schon getestet,diese brachten keinen erfolg. wir haben eine kleine hundefamilie mama,papa und 4 kinder. bevor die kinder da waren war alles okay. die zwei grossen bellen aber mit,wenn die kleinen bellen. die mama ist etwas verkläffter,seit sie halb blind ist. am schlimmsten ist es bei ihr,wenn sie meinen vater oder meinen bruder hrim kommen hört,sie scheint angst vor Männern zu haben,diese angst besteht seit die ein baby war. nun aber zum eigentlichen problem:die 4 kinder. die grösste ist ziemlich schreckhaft und bellt vermuten wir,weil sie angst hat. der zweite ist jemand,der einfach gerne mitbellt,der dritte ist auch jemand, wo ich denke,dass er bellt,weil er angst hat bzw sein revier verteidigen will. der letzte ist der ruhigste. er bellt nur sehr selten mal mit. nun wüsste ich gerne, was sie mir empfehlen würden?was können wir tun um das bellen zu minimieren? die babys sind 4jahre mama und papa sinf über 5. alle bis auf der vater sind kastriert.

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Antworten(3)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 06.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    da haben Sie ja ein ganzes Rudel. :)

    Grundsätzlich werden die Stimmungen in einem Rudel übertragen. Wenn einer der Hunde Alarm gibt, müssen die anderen Mitglieder in Alarmbereitschaft sein.
    In einem Rudel gibt es immer einen Alarmhund. Das Alarmbellen unterscheidet sich von normalen Bellen in der Tonfolge. Soweit ich erkennen kann, vermuten Sie, dass es die größte ist. Dass sie auch die Ängstlichste ist, würde dafür sprechen.

    Daher müssen Sie in erster Linie mit ihr arbeiten.
    Stärken Sie ihr Selbstbewusstsein. Geben Sie ihr Aufgaben, die sie bewältigen kann. Dies können Kopfarbeiten sein, wie zum Beispiel Intelligenzspiele. Für unsichere Hunde hat sich auch Mantrailing sehr bewährt, da die Hunde dabei mit ihrem Menschen zusammenarbeiten und wirklich großes leisten.
    Aber auch jegliches Training zur Wahrnehmung des eigenen Körpers nach der Tellington-Methode bietet sich an.
    Je sicherer Ihr Hund wird, desto eher wird er ansprechbar in den bewussten Situationen.

    Parallel dazu rate ich Ihnen, die Große nach dem ersten Bellen zurückzunehmen und ihr zu sagen, dass Sie die Situation nun übernehmen. Schimpfen Sie nicht mit ihr, denn sie erledigt ja nur ihre Aufgabe, nämlich vermeintliche Gefahr zu melden.
    Geben Sie Ihren Hunden dann eine leichte Aufgabe, z.B. Schau oder Sitz. Sie können sie auch ins Körbchen schicken, das ist allerdings schon etwas schwerer. Durch eine Aufgabe, die die Hunde in dieser Situation bewältigen können, holen Sie die Hunde wieder in die Hirnregion zurück, in der rationale Entscheidungen getroffen werden. Sobald Sie die Aufmerksamkeit der Hunde haben, können Sie sie auffordern abzuwarten und dann die Situation im Sinne Ihrer Hunde klären.

    Ich weiß, das klingt im Moment etwas diffus. Vielleicht können Sie die Situation, in der die Hunde bellen noch ein wenig konkretisieren. Dann kann ich Ihnen das Vorgehen noch etwas genauer beschreiben.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    www.wolf-inside.de
    amtlich anerkannte Hundetrainerin

  • sunny87
    sunny87
    schrieb am 06.08.2015

    vielen lieben dank für die schnelle antwort.
    zum einen ist die situation mit dem bellen,wenn wir raus in den hof gehen um pippi zu machen. sie halten dann ausschau nach anderen hunden,oder wenn jemand in der strasse redet oder kinder draussen spielen oder wenn ein auto kommt, dann bellen sie. die andere situation ist, wenn wir im wohnzimmer sitzen und sie die haustür,ein auto oder jemand im flur steht sehen oder hören,geht das gebelle los.

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 06.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    wie verhalten sich die Hunde denn, wenn es Gassi geht? Könnte es auch ein territoriale Gehabe sein?

    Doch unabhängig davon, schlage ich für die "Hof-Situation" vor, wenn möglich alle, aber auf jeden Fall den "Alarmhund" mit der Leine in den Hof zu führen. Nach dem Melden der "Gefahr" legen Sie ihre Hand sanft auf ihre Schulter und sagen etwas Beruhigendes, wie z.B. "Ist in Ordnung". Bellt sie weiter, führen Sie sie kommentarlos wieder ins Haus. Wenn sie wieder ruhig ist, darf sie wieder raus.

    Ähnliches Vorgehen schlage ich in der Wohnung vor. Nehmen Sie Ihre Hündin an die Leine, sagen Sie wieder "Ist in Ordnung" und gehen dann mit ihr raus, um die "Gefahr" zu bannen. Wenn Sie anfängt ruhiger zu werden, wenn Sie die Leine einhaken, dann sagen Sie ihr nur noch, dass sie warten soll und Sie gehen alleine vor die Tür. Für Ihren Hund ist es sehr wichtig, dass Sie sie ernst nehmen. Hunde wollen nicht diejenigen sein, die Gefahren abwehren müssen, dafür haben sie uns. Und je deutlicher Sie das Ihren Hunden machen, desto eher können die Hunde entspannen und Ihnen die Arbeit überlassen. Es wird dann später genügen, wenn Sie ohne nachzusehen erklären, dass alles in Ordnung ist.

    Eine Aussage macht mich jedoch noch ein wenig nachdenklich. Sie schreiben, dass Sie den Eindruck haben, dass die Hunde regelrecht Ausschau halten, ob sie etwas verbellen können!?

    Wie beschäftigen Sie die Hunde? Ich weiß, dass es sehr schwer ist, sechs Hunden gerecht zu werden, aber vielleicht sind sie ja auch ein wenig unterfordert?

    Das Einfachste, um den Hunden eine Arbeit zu geben, ist es immer, sie ihr Futter suchen zu lassen. Falls es keinen Futterneid unter Ihren Hunden gibt, könnten Sie das Futter einfach mal auf Ihrem Grundstück verstreuen, statt die Näpfe hinzustellen.
    Auch schön sind immer Dinge, die wir in unseren Alltag integrieren können. Meine Beiden bringen mir z.B. meine Schuhe, wenn ich mit Ihnen rausgehen möchte. Aber auch so kleine Tricks, wie Handtouch, Winken, Peng, Rolle, etc. lassen sich leicht in den Alltag einbauen. Für Terrier finde ich aber Suchspiele immer ganz toll. Nasenarbeit lastet unheimlich aus, wird von den Hunden gerne gemacht und kann bei Erfolg Selbstvertrauen aufbauen.

    Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Training und stehe Ihnen gerne mit weiteren Vorschlägen zur Seite.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    www.wolf-inside.de
    amtlich anerkannte Hundetrainerin


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