Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angst beim Hund

  Baden-Württemberg
dorisriessle schrieb am 25.11.2015   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Mischling, weiblich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Ich habe seit vier Wochen eine kleine Hündin aus dem Tierschutz in Ungarn. Sie ist jetzt sechs Monate alt. Zuhause benimmt sie sich ganz super, ist verspielt, schmust und macht uns große Freude. Draußen hat sie jedoch noch mächtig Angst vor allen Geräuschen. Wenn Menschen auf sie zulaufen, beängstigt das sie sehr. Vor Kindern, lauten Autos bleibt sie stehen und geht nicht mehr weiter. Wie kann ich der Angst ein bisschen gegensteuern?

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Ihre Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 27.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    versetzen Sie sich in die Lage Ihres Hundes: Fremde Umgebung, Menschen, Geräusche, Klima und vieles mehr. Zu Hause fühlt sie sich inzwischen sicher.
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und geht rückwärts – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen ohne etwas zu tun, reagieren Sie sofort, vor dem Hund, wenn es geht, das schafft Vertrauen.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deinem Problem?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Krallen schneiden nicht möglich

Hallo, meine Hündin ist ein angst Hund die sich aber im gesamten... mehr

Bitte um Hilfe

Guten Abend. Meine Emma, Australien Shephard/ Bearded Collie Hündin... mehr

bellt alles aus unsicherheit an

Wie bringe ich meiner Hündin bei sicherer zu sein?

mehr

warum hat mein hund angst vor insekten

Ich habe einen Mischling,3 Jahre alt,der wurde 5 Monate nur... mehr

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.