Was tun, wenn meine Hündin alle Menschen anspringt?

  
Stella36 schrieb am 11.09.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage


Meine Hündin ist sehr freundlich, leider auch sehr wild. Sie gehorcht noch nicht zuverlässig, vor allem, wenn sie weiß, dass sie genug Abstand von mir hat. Ein wirkliches Problem besteht darin, dass sie unvermittelt, sogar wenn sie an der Leine ist, Menschen anspringt. Es ist ärgerlich und peinlich, wenn die Garderobe der Menschen schmutzig wird, am schlimmsten ist aber, dass schon einige Menschen hingefallen sind, bisher glücklicherweise ohne Verletzungen.


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Antworten(1)
  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 12.09.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der kurzen Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit. Hunde brauchen Regeln und Rituale, die Sie festlegen und durchsetzen. Dann fühlt sich ein Hund gut, weil er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen. Sie haben auch die Aufgabe, nicht nur Ihren Hund zu beschützen, sondern auch andere vor ihm- anspringen geht gar nicht.
    Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund/Mensch oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht/Unsicherheit ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Sehr wichtig: Ihr Hund bekommt dann erst wieder Freilauf, wenn Sie viel mit ihm gearbeitet haben, er hört, zurückkommt und niemanden mehr belästigt.
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de/Ratgeber und Filme zum Thema




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