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  Nordrhein-Westfalen
Malente schrieb am 07.07.2014   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Hovawart-Retriever-Mischling, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Guten Morgen,
wir haben seit 2 Wochen einen 5 Monate Mischling aus einem italienischen Tierheim, zunächst war für ca. 5 Tage noch eine Pflegehündin dabei, die recht aufgedreht war, nun ist er seit ca. 10 Tagen bei uns alleine. Er ist ein sehr defensiver, vorsichtiger junger Kerl und es ist alles noch etwas chaotisch. Meine wichtigste Frage aber ist, wo soll er schlafen? Es ist wahrscheinlich ein Hovawart-Retrievermischling und hat jetzt bereits eine Schulterhöhe von ca. 45 cm. Unser Haus ist so konzipiert, dass im EG lediglich eine große Wohnküche ist mit Gäste-WC und einem kleinen Garten. Die anderen Wohnräume sind oben, Treppen geht er nicht, da hat er Angst und die Stufen sind ziemlich rutschig, da sie gefliest sind. Unser vorheriger Hund kam immer von alleine mit nach oben. Zum tragen wird er definitiv zu schwer. Und er pinkelt auch noch teilweise ins Haus, meistens in den Garten, dort macht er auch immer noch sein Geschäft, da er im Tierheim ein Areal hatte, das unserem Garten von der Größe her sehr ähnelt. Soll ich ihn nachts in der Küche lassen? Oder an eine Box gewöhnen? Er hat eine Faltbox, in der er die absolute Panik bekommt.
Gruß

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Antworten(3)

  • Andrea Winter
    Andrea Winter (Hundetrainer)
    schrieb am 07.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Morgen. Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Hundenachwuchs. Einen Hund an eine Box zu gewöhnen ist grundsätzlich keine schlechte Idee, da diese Box dann auch als Rückzugsmöglichkeit für den Hund genutzt werden kann. Grundsätzlich bin ich ein Freund davon, Hunde mit im Schlafzimmer schlafen zu lassen, da es die Hunde meist beruhigt zu wissen, dass ihre Menschen in der Nähe sind. Das gibt ihnen eine Form von Sicherheit. Dass man einen Hund der Größe jedoch nicht wirklich dauerhaft tragen kann ist auch klar. Eine 100 % richtige Auskunft gibt es hier sicher nicht, jedoch würde ich versuchen, den Hund langsam an die Treppe zu gewöhnen (gesichert mit Geschirr, damit er keinesfalls rutschen kann), um ihn die Möglichkeit zu geben mit ins Schlafzimmer zu gehen. Wenn es bis dahin die Möglichkeit gibt, die Wohnküche so hundesicher zu machen, dass dem Hund nichts passiert, kann er aus meiner Sicht für diese Zeit auch unten bleiben. Das birgt aber natürlich den Nachteil, dass er sich möglicherweise bemerkbar macht, wenn er muss und Sie es nicht mitbekommen. Dann wird es deutlich häufiger "Unfälle" im Haus geben. Eine weitere Alternative wäre es, für eine kurze Zeit ein "Bett" in der Wohnküche aufzustellen, das ist aber natürlich nicht immer und überall realisierbar.
    Ich würde vorschlagen zwei Schritte zu geben. 1. langsames Gewöhnen an die Treppe und 2. parallel - wenn möglich - für die Übergangszeit ein Reisebett unten. Die dürfen nicht vergessen, dass der Hund erst 2 Wochen bei Ihnen ist und erst noch die Sicherheit erlangen muss, dass er bei Ihnen Schutz, Geborgenheit und Sicherheit bekommt. Dann gibt sich auch das Problem mit der Treppe.

  • malente
    malente
    schrieb am 07.07.2014

    Guten Morgen, vielen vielen Dank für die schnelle und sehr hilfreiche Antwort, mir ist es auch lieber, wenn er mit ins Schlafzimmer kommt. Mit hochgehen auf der Treppe habe ich es schon versucht, er traut sich nicht, er ist sowieso ein recht defensiver Hund. Er meldet sich, wenn er pieseln muss, leider macht er nur in den Garten, ebenso das große Geschäft und da ist auch schon die nächste Frage, wie kann ich ihm abgewöhnen, dass er in den Garten macht?? Unsere Nachbarn haben ebenfalls einen Hund und die beiden spielen miteinander, aber weder ich noch der Nachbar möchte, dass er in den Garten sein Geschäft macht. Joko kann ziemlich lange einhalten. Ich gehe alle 2 Std. tagsüber mit ihm, aber er wartet bis wir im wieder zu Hause sind. Keine Ahnung.
    Gruß

  • Andrea Winter
    Andrea Winter (Hundetrainer)
    schrieb am 07.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Das liegt sicher auch daran, dass er sich in Ihrem Garten sicher fühlt und deshalb - wenn möglich - sich nur dort löst. Hier müssen Sie geduldig sein. Ich weiß nicht, wie weit es außerhalb des Gartens ist, bis zu einem Fleckchen, wo der Hund sein Geschäft verrichten kann. Wenn das nicht weit ist, können Sie Ihren Hund auch hochheben, wenn der sich hinsetzen will. Hunde hören dann in aller Regel auf zu Pinkeln. Bringen Sie Ihren Hund dann auf eine Wiese, die Sie bevorzugen und setzen ihn dort wieder ab. Warten Sie ab und wenn Ihr Hund dann dort macht, loben Sie ihn. Wichtig ist auch, dass Sie ihm draußen Sicherheit vermitteln. Er sollte nach Möglichkeit hinter oder neben ihnen gehen, Sie haben die Verantwortung, sie schützen ihn. Arbeiten Sie am Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Hund. Je mehr Vertrauen Ihr Hund zu Ihnen hat, umso sicherer wird er sich draußen fühlen und umso eher wird er sich auch draußen lösen. Spielen Sie viel mit Ihrem Hund, dadurch verbessern Sie die Bindung. Bleiben Sie geduldig.

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