Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Leinen ziehen

  Schleswig-Holstein
MarionH schrieb am 05.09.2015   Schleswig-Holstein
Angaben zum Hund: Pointer, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Trotz vieler Versuche bekommen wir es nicht in den Griff, dass unser Pointer nicht ständig an der Leine zieht. Umdrehen, kurz zurück gehen, weitergehen. Stehen bleiben und ihn in die Leine Rennen lassen. Leine kürzer nehmen... Was können wir noch machen?

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 07.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Morgen,

    wie alt ist Ihr Hund denn? Für Junghunde ist es immer sehr schwierig ordentlich an der Leine zu gehen, da die Welt sehr spannend ist.
    Das wichtigste ist immer die Konsequenz. Ich würde ihn auf gar keinen Fall in die Leine laufen lassen, da hier die Verletzungsgefahren enorm sind und sich im schlimmsten Fall eine Leinenaggressivität entwickeln kann.

    Bei der "Stop-und-Go" Methode ist es immer wichtig darauf zu achten, dass der Hund die Leine lockert und nicht Sie. Leider neigen wir Menschen oft dazu, den Hund ein Stückchen beizuziehen. Doch dann haben wir die Leine gelockert, nicht der Hund. Meinen Kunden rate ich die Leine entweder mit beiden Händen festzuhalten oder um den Bauch zu binden, z.B. mit einem speziellen Gut fürs Jogging.
    Lockert der Hund nicht von alleine, dann gehen wir eins, zwei Schritte rückwärts, um die Leinenspannung etwas zu erhöhen.

    An lockerer Leine darf der Hund überall hin, mit gespannter Leine nirgends. Auch eine Schnüffelstelle, die er sich durch einen Zug erkämpft hat, darf er nicht nutzen, denn Schnüffeln ist Belohnung.

    Ganz am Anfang führen wir auch ein Aufmerksamkeitssignal ein. Hierzu schnalzen wir mit der Zunge und lassen dann ein (nicht rollendes) Leckerli in unserem Leinenbereich auf den Boden fallen. Relativ schnell wird der Hund sich nach dem Schnalzen umdrehen. Dann reduzieren wir die Leckerlis.

    Bei einigen Hunden benutzen wir auch ein besonderes Geschirr nach der Tellington-Methode. Hier ist ein Ring auf dem Rücken (wie bei den gewöhnlichen Geschirren) und ein Ring an der Brust. Der Hund soll somit seine Balance finden. Tatsächlich haben wir festgestellt, dass wir den Hund damit ganz gut bremsen können und dass die meisten Hunde langsamer laufen, da die Leine auch an der Brust zu spüren ist und damit eine Blockade darstellt.

    Das Wichtigste am Leinentraining ist jedoch die Kommunikation. Die Leine stellt ein Hilfsmittel dar, das unseren Hund in gefährlichen Situationen schützt. Das beste Leinentraining ist jedoch die Leine so zu benutzen, als ob der Hund gar nicht an der Leine wäre. :)

    Sprechen Sie mit Ihrem Hund. Zeigen Sie durch Ihre Körpersprache an, was Sie möchten. Und benutzen Sie die Leine nur als freundliches Band zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

    Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß beim Training und vor allem viel Geduld.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

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