Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Jagdtrieb

  Hessen
Jonnyfein schrieb am 04.09.2015   Hessen
Angaben zum Hund: Mischlinge ab 45 cm, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Hund ca 3 Jahre hat 2 davon als strassenhund überlebt durch jagen und sammeln.
Ich kann ihn nicht von der Leine lassen, er wittert etwas und ist weg. Was kann ich tun um ihm das abzugewöhnen?

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 04.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    hier kann ich Ihnen nur raten, ein gutes Anti-Jagd-Training zu absolvieren und viele Beschäftigungen mit Ihrem Hund zu machen, die Jagdersatzhandlungen darstellen.

    Zu den Jagdersatzhandlungen gehören Futterbeuteltraining, Apportiertraining, Fährtentraining. Gerade auch Mantrailing ist ein tolle Sache, weil der Hund über die Nase ausgelastet wird und lernt, Wildspuren zu "überlesen" um den "verlorenen" Menschen zu finden. Auch ein gutes Reizangeltraining hilft weiter. Hier muss der Hund sitzen bleiben, wenn eine attraktive Beute an der Reizangel vor seiner Schnauze bewegt wird. Der Hund wird für das Sitzenbleiben belohnt. Auf Aufforderung darf er dann die Beute jagen. Sowie er anbietet stehen zu bleiben, sagen Sie "Steh" oder "Stopp" lassen die Beute auf dem Boden Liegen und er darf sie mit einem weiteren Signal "Beute" greifen. Ihr Hund lernt dadurch, dass nur ruhende Beute leicht zu greifen ist, er lernt Impulskontrolle und das Abwarten auf die Erlaubnis die Beute zu greifen. Nur so kann ein Reizangeltraining ein Teil des Antijagdtrainings sein, ein unkontrolliertes Nachhetzen und der Erfolg die "fliehende" Beute zu greifen, verstärken eher das Jagdverhalten.

    Darüber hinaus sollten Sie auch ein Aufmerksamkeitstraining machen. Je mehr sich Ihr Hund nach Ihnen umsieht, desto eher ist er noch ansprechbar.

    Und Sie haben ja auch schon richtig gesehen, das Jagen beginnt damit, Witterung aufzunehmen. Das können Sie auch an der Schleppleine trainieren. Nimmt der Hund die Nase hoch (oder auch auf den Boden) sprechen Sie ihn an und bieten Sie "leichte" Beute an, z.B. werfen Sie dann ein Leckerchen ins Gras oder den Futterbeute.

    Ich möchte Ihnen gerne das Buch von Pia Gröning "Antijagdtraining" empfehlen.

    Für weitere Anregungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    amtlich genehmigte Hundetrainerin
    www.wolf-inside.de

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