Wie bekomme ich Schäferhund an Leine ruhig?

  
Rosenherz2007 schrieb am 13.02.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Habe da mal eine Frage:


Meinen Schäferhundrüden bekam ich mit 2,5 Jahren, jetzt ist er ca. 8 Jahre (aus Ungarn).
Er wurde dort schwer misshandelt und geschlagen. Anfangs war es sehr schwer, aber habe es geschafft, dass er ein toller Hund wurde.


Er hat einen guten Wach- & Schutztrieb, vor allem wenn es dunkel ist (da bin ich froh). Er geht auch schon in einer Hundegruppe Gassi abends, es funktioniert sehr gut.
Aber sobald andere Hunde kommen, macht er an der Leine den Macho. Dass er seine Hunde/Menschen beschützen will, verstehe ich, aber ich bekomme ihn nicht ruhig, erst wenn die dann weg sind.
Auch wenn er anderen Hundefreunden begegnet, macht er das.


Ist er ohne Leine, rennt er zwar bellend hin, schnuppert, begrüßt und geht wieder weg. Er macht es verstärkt in seine Hundegruppe. Wenn ich versuche ihn zurückzurufen, stellt er sich taub und macht sein Ding. Mit Leckerli oder mit Spielzeug locken geht nicht, weil er spielt nicht & Leckerli könnte er sich ja nachher abholen, denkt er sich.
Er ist kein Angreifer, auch wenn es so aussieht. Wie gesagt, er will nur beschnuppern und dann geht er weg.


Verstehe auch, dass viele Menschen vor Schäfis Angst haben, aber ihn als aggressiven, bösartigen Schäfi abzustempeln, ist auch nicht richtig.


Mein Rüde bekam auch mal mit, dass einer von seiner Hundegruppe angegriffen wurde & an der Nase verletzt wurde. Mein Rüde war zum Glück an der Leine, aber seitdem ist er abends beschützender und wachsamer. Auch pöbelt er recht viel an der Leine.


Was kann ich tun, damit ich ihn wieder ruhiger bekomme?

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 17.02.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    so, wie Sie das Ganze beschreiben ist es weniger der, offensichtlich erwünschte, gute Wach- und Schutztrieb Ihres Hundes, der das Problem verursacht als die fehlende Führung.
    Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Hund immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und der Hund muss nicht regeln wenn z. B. ein anderer Hund kommt.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von Ihrem Hund wohin ziehen, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. Wenn er zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.
    Da Sie ja wissen, dass der Hund bei anderen Hunden nicht mehr gehorcht geben Sie ihm einfach nicht mehr die Gelegenheit, nicht zu gehorchen. Üben Sie stattdessen, am besten mit anderen Hundeführern und deren Hunde mit der Schleppleine. Rufen Sie den Hund und ziehen ihn dann zu sich. Dann belohnen und sofort laufen lassen.
    Sehr wichtig: Rufen Sie nur einmal und handeln dann sofort, also den Hund zu sich ziehen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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