Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Leinenaggression

albatros66 schrieb am 23.04.2016
Angaben zum Hund: Schäferhund, Altdeutscher, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,welche ist die effektivste Methode einem Hund das ziehen an der Leine abzugewöhnen sobald ein anderer Hund in unmittelbarer Nähe vorbeigeht.Ansonsten geht er brav an der Leine,es ist auch kein Problem wenn der andere Hund etwas weiter entfernt ist.Das Problem beginnt ca.ab 10-15 metern Entfernung.In der Hundeauslaufzone hat er mit anderen Hunden kein Problem.

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Antworten(7)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 24.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    wenn Ihr Hund eigene Entscheidungen treffen kann, Hundeauslaufzone hat er kein Problem, aber er traut Ihnen noch nichts zu:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder von Ihnen weg zu ziehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • albatros66
    albatros66
    schrieb am 24.04.2016

    Danke,ich werde das auf jeden Fall versuchen zu trainieren.Und wenn niemand in der Nähe ist,sollte man ihn mit der Flexi Leine etwas Spielraum geben.Er reagiert auch völlig anders mit der Flexi Leine und Brustgurt,als mit Trainingsleine und Halsband.Mit Trainingsleine geht er brav neben mir ohne dass sich die Leine spannt,sofern kein anderer Hund in der Nähe ist
    Liebe Grüsse Christian
    .

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 25.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    so wird es nicht gehen. Sortieren Sie die Flexi-Leine aus. Nehmen Sie anstatt eine 5m-Leine. Eine kurze dazu. Zuerst geht er 5 Minuten bei Fuß, Ritual SITZ, Schleppleine, laufenlassen, beirufen, Spiele, Leckerchen-suchen usw. Er muss sich erst an Ihre Nähe gewöhnen, dafür müssen Sie spannend werden.
    Ihr Problem ist der andere Hund, das ist zu lösen mit Handwechsel, Richtungswechsel,
    Aufbau von Vertrauen und Spannendwerden...
    Viel ERfolg
    Inge Büttner-Vogt

  • albatros66
    albatros66
    schrieb am 25.04.2016

    Danke für die Antwort.Ich werde auf jeden Fall mein Training etwas ändern...Liebe Grüsse Christian

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 26.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Ich würde sehr gern wieder von Ihnen hören....

    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • albatros66
    albatros66
    schrieb am 27.04.2016

    Ich habe in der Hundimedia Seite etwas gestöbert.Es sind wirklich sehr interessante Artikel.
    Gefällt mir sehr gut.Ich habe mir auch das Video ,Spiel und Spass mit Hund"bestellt.Ich melde mich gerne wieder nach einigen Wochen Training.
    liebe Grüsse Christian

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 27.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Christian,
    so habe ich das gern - lernen, Hund lesen, verstehen - und nach meinen "vier Säulen" trainieren,
    viele Grüße
    Inge

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