Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Leine gewöhnen

  
Bayerin schrieb am 26.02.2017   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Habe einen Welpen aus dem Tierheim und er kennt es nicht mit der Leine zu gehen

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Antworten(1)

  • Lieblingshundeschule
    Lieblingshundeschule
    schrieb am 02.03.2017

    Liebe Bayerin,
    erstmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied!

    Am besten nimmst du dir für den Anfang eine 2-3 Meter lange Leine (keine Flexi), welche keinen zu schweren Karabinerhaken hat.
    Als Erstes muss dein Kleiner aber ans Halsband oder Geschirr (zu bevorzugen) gewöhnt werden, damit er anschließend auch die Leine akzeptiert.

    Geschirr Gewöhnung:
    Erstmal am Geschirr schnuppern lassen. Dann eine Hand voll Leckerlis vor den "Eingang" des Geschirrs halten, so dass der Hund um sie fressen zu können mit dem Kopf in das Geschirr schlüpfen muss. Klappt das schon gut, dann kannst du das Geschirr komplett überstreifen, natürlich gleichzeitig immer schön Leckerlis geben. Beim Halsband gestaltet es sich ähnlich, erstmal das Halsband beschnuppern lassen, Leckerlis füttern wenn du es umlegst.

    Beim Anlegen der Leine gehst du ähnlich vor:
    Erst schnuppern lassen, während du ihn anleinst Leckerlis geben.
    Wenn dein Hund nicht an der Leine gehen möchte, locke ihn mit Super-Leckerlis (Käse, Leberwurst usw.).

    Wichtig ist, dass er mit Ziehen niemals Erfolg hat, weder nach vorn, noch zurück. Das heißt, sobald er zieht, bleibst du stehen und wartest auf eine lockere Leine mit Blickkontakt deines Hundes. Erst dann gehst du weiter. Das kann bei einem Welpen schonmal einige Zeit dauern, da es natürlich viel Neues zu entdecken gibt. Gib ihm diese Zeit. Wenn dein Welpe zu lange braucht um sich zu dir zurück zu bewegen (oder weiterzugehen, je nachdem ob er vor oder zurück zieht), kannst du ihn mit Leckerlis locken.

    Achte darauf, dass dein Hund an der Leine nicht belästigt wird, d.h. am besten kein Hundekontakt an der Leine und Kontakt zu fremden Menschen nur wenn er es sichtlich wünscht und nicht versucht, zu entkommen oder in der Leine hängt. So beugst du gleich einer späteren Leinenaggression vor, da dein Hund lernt, dass er an der Leine trotz des engen Bewegungsradius von dir beschützt wird und ihn niemand bedrohen wird.

    Falls du noch weitere Hilfe benötigst, kannst du dich gerne melden! Viel Erfolg beim Üben!

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