Junger Rüde knurrt mich an, was tun?

Aggressivität ❯ Gegenüber Menschen
Karin B. schrieb am 31.10.2022
Hallo, wir haben einen 5-monate alten Papillon Rüden. Er ist sehr lebhaft und verspielt, braucht sehr viel Disziplin und Erziehung. Ich bin mit meiner 8-jährigen Tochter unter der Woche allein zuhause, weil mein Mann auswärts arbeitet und nur am WE nachhause kommt. Bei mir klappt es mit dem hören recht gut, aber meinen Mann nimmt er überhaupt nicht ernst. Er hört sogar noch besser bei meiner Tochter auf die Kommandos. Neuerdings will er selbst bei mir nicht mehr alle Kommandos ausführen. Und absolut neu ist, dass er Nachts, wenn er schon müde ist, zu knurren beginnt wenn er nochmal raus soll sein Geschäft machen. Auf einmal bellt er fremde Leute, besonders Kinder, beim einkaufen oder spazieren gehen an. Das war vorher alles kein Problem... ist das die Pubertät?!? Wie sollen wir uns verhalten? Speziell beim knurren weiß ich nicht so recht. Er knurrt ja auch meine Tochter an. Ich glaub nicht, dass er beißen würde, aber ein komisches Gefühl haben wir schon. Vielen Dank!!
1 Antwort
Hallo Frau Bauer, danke für Ihre eMail. Ja, es kann sein, daß er so allmählich in die Pubertät kommt und jetzt auch nicht mehr alles so akzeptiert. Das Gehirn und der Körper des Hundes wird mit Hormone geflutet und da fällt es auch schwer, Kommandos, die früher super geklappt haben durchzusetzen. Hier brauchen Sie Geduld und Ruhe, um durch diese Zeit zu kommen. Halten Sie an Ihrer Erziehung fest und lassen sich nicht ärgern, wenn er mal nicht so ganz bei der Sache ist. Muss er nachts denn noch raus oder kann er schon bis zum nächsten Morgen einhalten? Wenn nicht, leinen Sie ihn schon vorher mit einer dünnen Leine an, die Sie dann, wenn es soweit ist, ohne Diskussion aufnehmen und mit ihm raus gehen können. Knurren sollten Sie Ernst nehmen und auch Ihre Tochter. Kinder stehen bei dem Hund im Rang unten. Strafen Sie ihn nicht, wenn er Ihre Tochter anknurrt, sondern trennen Sie beide und machen mit dem Hund dann Gehorsamsübungen und belohnen ihn für gutes Mitmachen. Sind Sie nicht im Raum, soll Ihre Tochter den Blick aufwenden und langsam den Raum verlassen. Sie sollten Anbellen von Menschen und Kindern im Ansatz unterbrechen, hört er auf, kann er gelobt und belohnt werden.

Gute Nerven und viele Grüße

Kerstin Gebhardt
Hundepsychologin/-trainerin
www.kerstin-gebhardt.de
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